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Bonn erwägt Gratis-Nahverkehr nach Sperrung der Nordbrücke

Bonn erwägt Gratis-Nahverkehr nach Sperrung der Nordbrücke

Nach der plötzlichen Sperrung der Bonner Nordbrücke versinkt die Stadt im Verkehrschaos. Die Brücke auf der A565 wurde wegen neu entdeckter Schäden gesperrt. Der Oberbürgermeister schlägt nun vor, Busse und Bahnen vorübergehend gratis zu machen, um die Pendler zu entlasten.

Nach der plötzlichen Sperrung der Bonner Nordbrücke sucht die Stadt nach Wegen, den Verkehr zu entlasten. Die Brücke war in der vergangenen Woche wegen neu entdeckter Schäden bis auf Weiteres gesperrt worden, was den Alltag vieler Menschen in Bonn und Umgebung von einem Tag auf den anderen durcheinandergebracht hat.

Die Bedeutung des Bauwerks ist enorm. Die Nordbrücke ist Teil der Autobahn 565 und mit rund 100.000 Fahrzeugen täglich die wichtigste Ost-West-Verbindung für die gesamte Region. Fällt sie aus, fehlt eine zentrale Achse, über die sich der Verkehr sonst verteilt.

Entsprechend deutlich sind die Folgen zu spüren. Die Stadt versinkt nach der Sperrung im Verkehrschaos, und die Menschen sind für jede Alternative dankbar, um über den Fluss oder um die gesperrte Strecke herum zu gelangen.

Besonders gefragt ist derzeit die Fähre im nördlich von Bonn gelegenen Mondorf. Sie war an diesem Morgen besonders voll. Nach Schätzungen waren dort über 400 Schülerinnen und Schüler mit dem Fahrrad unterwegs, dazu noch die Autos. Man sei völlig überlastet, gebe aber sein Bestes, hieß es vor Ort.

Um die Pendler abzufedern und den Umstieg auf Bus und Bahn attraktiver zu machen, könnte der öffentliche Nahverkehr nun vorübergehend gratis sein. Bonns Oberbürgermeister schlägt vor, Busse und Bahnen auf dem Stadtgebiet kostenlos zu machen, befristet auf zwei Wochen.

Über diesen Vorschlag soll der Stadtrat am Donnerstag entscheiden. Wer bereits eine Monatskarte besitzt, bekommt das Geld dafür allerdings nicht erstattet. Und der Oberbürgermeister räumt selbst ein, dass die Fahrgäste teilweise wie die Sardinen in den vollen Bahnen stehen werden.

Ob das die Autofahrerinnen und Autofahrer wirklich zum Umstieg bewegt, ist offen. Einige verweisen darauf, dass sie mit Sporttaschen oder mit Kind kaum auf den vollen Nahverkehr ausweichen können. Parallel wird geprüft, ob die Brücke im besten Fall mit jeweils einer Spur pro Fahrtrichtung wieder befahrbar gemacht werden kann.

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