Rund um den Frankfurter Flughafen sorgt ein neues Betriebskonzept des Betreibers Fraport für Ärger. Demnach sollen künftig mehr Maschinen vom Flughafen aus Richtung Nordwesten starten, also häufiger in Richtung Taunus abheben.
Besonders betroffen wären davon nach den vorliegenden Plänen die Main-Taunus-Gemeinden Flörsheim, Hattersheim und Hofheim. Sie sollen spätestens ab dem Jahr 2030 stärker als bisher unter den neuen Flugrouten und dem damit verbundenen Lärm leiden.
Konkret geht es um einen Teil der Flugbewegungen. Für etwa zehn Prozent, nämlich die Starts auf der Centerbahn, soll sich ab einem Eckwert von rund 110 Flugbewegungen pro Stunde die Belegung der Routen ändern. Von dieser Schwelle an will Fraport die Abflugrouten Richtung Nordwesten nutzen.
Die Veränderung ist damit an das Wachstum des Flugverkehrs gekoppelt. Sollte der erwartete Anstieg der Flugbewegungen aber ausbleiben, forderte die zuständige Kommission, dass dann wieder das alte Betriebskonzept eingesetzt wird.
In den betroffenen Kommunen ist der Widerstand groß. In Flörsheim will man den Kampf gegen die neuen Flugrouten jetzt erst recht fortsetzen. In der kommenden Woche soll es bei der Stadtverordnetenversammlung eine Resolution aller im Parlament vertretenen Fraktionen geben.
Der Bürgermeister von Flörsheim machte deutlich, dass das Thema dauerhaft auf der Tagesordnung bleibt. Man wolle den Druck aufrechterhalten, damit die Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner nicht untergehen.
Unterstützt werden die Gemeinden vom Main-Taunus-Kreis sowie von den Städten Wiesbaden und Mainz. Gemeinsam fordern sie vor allem rechtlich bindende Lärmpausen. Insbesondere sollen die Starts Richtung Nordwesten zwischen 5 und 8 Uhr morgens verlässlich pausieren.
