Eine 41-jaehrige franzoesische Staatsburgerin hat ihre Kinder in einem Wald in Ungarn zurueckgelassen. Eine einheimische Familie fand die Kinder und nahm sie auf. Die Mutter hatte den Kindern gesagt, es handle sich um eine Art Spiel.
Nach einer aerztlichen Untersuchung wurden die Kinder als koerperlich gesund befunden. Die ungarischen Behoerden haben sie in einer Pflegefamilie untergebracht, waehrend die Ermittlungen laufen.
Die Mutter wurde rund 170 Kilometer von dem Ort entfernt festgenommen, an dem sie die Kinder zurueckgelassen hatte. Auch der Stiefvater der Kinder wurde verhaftet. Er ist in Frankreich wegen haeuslicher Gewalt vorbestraft.
Dem Paar wird Kindesgefaehrdung vorgeworfen. Die ungarischen Behoerden arbeiten mit den franzoesischen Behoerden zusammen. Auch in Frankreich wurde eine parallele Untersuchung eingeleitet.
Die Kinder warten nun in der Pflegefamilie auf eine offizielle Anfrage aus Frankreich, die als einziges Land das Verfahren zur Rueckfuehrung der Kinder einleiten kann. Der Fall hat in beiden Laendern fuer Aufsehen gesorgt und wirft Fragen ueber den grenzueberschreitenden Kinderschutz in Europa auf.
