Der Fund einer Frauenleiche in einem Koffer in einem verlassenen Gebäude in Athen hatte Griechenland erschüttert. Nun ist der 26-Jährige, der des Mordes an der 38-jährigen Britin Elizabeth Jane Ross beschuldigt wird, dem Staatsanwalt vorgeführt worden, wie Euronews Deutsch berichtet.
Nach Angaben der griechischen Polizei räumte der Mann ein, den Koffer mit der Leiche transportiert zu haben. Den Mord selbst bestreitet er jedoch. Er habe die Frau bereits tot aufgefunden, sagte er den Ermittlern zufolge.
Gegen den Beschuldigten wird nun wegen Mordes, Raubes und Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt. Damit steht er im Zentrum eines Falls, der weit über die reine Todesursache hinausreicht.
Die 38-Jährige stammte aus Schottland und war Ende Juni nach Griechenland gereist. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Beschuldigte anschließend versucht hat, die Leiche zu beseitigen.
Nach Polizeiangaben brachte er den Koffer in das verlassene Gebäude und hob danach mit den Bankkarten des Opfers Geld ab. Der Verdacht des Raubes wiegt damit zusätzlich schwer neben dem Mordvorwurf.
Für die Identifizierung der Leiche war die internationale Zusammenarbeit der Behörden entscheidend. Die Fingerabdrücke des Opfers wurden mit Unterstützung von Interpol in den Vereinigten Staaten abgeglichen.
An den Ermittlungen beteiligten sich außerdem Verbindungsbeamte der britischen National Crime Agency und der Polizei in Schottland. Die grenzüberschreitende Kooperation half dabei, die Identität der Getöteten zu klären und den Fall voranzubringen.
