Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 hat den Süden der Philippinen erschüttert. Durch einstürzende Gebäude und Erdrutsche kamen nach Angaben der Behörden Dutzende Menschen ums Leben. Mehr als 450 weitere Menschen wurden verletzt. Es war das stärkste Erdbeben, das die Philippinen in diesem Jahr heimgesucht hat.
Das Epizentrum des Bebens lag im Meer vor der Insel Mindanao. Von dort breiteten sich die Erschütterungen aus und lösten zudem einen Tsunami aus, der die ohnehin schwierige Lage an den Küsten weiter verschärfte. Die Kombination aus Erdstößen, Wellen und nachgebenden Hängen machte die ersten Stunden nach dem Beben besonders gefährlich.
Besonders stark betroffen war die Hafenstadt General Santos mit rund 700.000 Einwohnern. Dort suchten Rettungskräfte in einem eingestürzten Supermarkt nach Überlebenden. Die Szenen aus der Stadt verdeutlichten das Ausmaß der Zerstörung, während Helfer versuchten, Verschüttete aus den Trümmern zu bergen.
Die Bergungsarbeiten gestalteten sich jedoch ausgesprochen schwierig. Starke Nachbeben hielten die Region in Atem, und die extreme Hitze setzte sowohl den Verschütteten als auch den Einsatzkräften zu. Unter diesen Bedingungen mussten die Helfer ihre Suche nach Überlebenden immer wieder anpassen und unterbrechen.
Teile der Provinz Sarangani waren nach dem Beben nur noch per Helikopter erreichbar. Straßen und Verbindungswege waren offenbar so beschädigt oder blockiert, dass Hilfe in einige Gebiete nur aus der Luft gelangen konnte. Das erschwerte die Versorgung der Betroffenen in den abgelegenen Regionen zusätzlich.
Auch das Gesundheitssystem geriet unter Druck. Die Patienten mehrerer Krankenhäuser wurden im Freien behandelt, da die Gebäude nach den Erschütterungen und angesichts der anhaltenden Nachbeben nicht mehr sicher genutzt werden konnten. Mediziner versorgten die Verletzten somit unter improvisierten Bedingungen vor den Kliniken.
Augenzeugen berichteten von dramatischen Szenen. Demnach kamen Menschen in ihren Häusern ums Leben, die von Erdrutschen mitgerissen wurden. Die Schilderungen zeichnen das Bild einer Katastrophe, die ganze Wohnhäuser erfasste und die Bewohner kaum eine Chance ließ. Die Behörden setzten ihre Rettungs- und Bergungsarbeiten unterdessen fort, während das Ausmaß der Schäden weiter ermittelt wird.
