Ein Waldbrand bei Swisttal und Alfter im Rhein-Sieg-Kreis hat einen Grosseinsatz der Feuerwehren ausgeloest, der die Einsatzkraefte bis tief in die Nacht beschaeftigt. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers ist das Feuer mittlerweile weitgehend unter Kontrolle, geloescht ist es jedoch noch nicht. In der Region suedwestlich von Bonn kaempfen zahlreiche Helfer gegen die Flammen, waehrend im Hintergrund immer wieder Rauch aufsteigt und einzelne Stellen noch glimmen.
Ausgangspunkt des Brandes war nach bisherigen Informationen ein Feld. Dort hatte sich zunaechst das Feuer entzuendet, bevor es sich rasch ausbreitete. Durch den starken Wind wurden die Flammen weitergetragen, sodass das Feuer schliesslich vom Feld auf den angrenzenden Wald uebergriff. Aus einem zunaechst begrenzten Flaechenbrand entwickelte sich so ein Waldbrand, der einen umfangreichen Einsatz notwendig machte.
Im Laufe des Einsatzes wurden rund 220 Einsatzkraefte an den Brandort gerufen. Beteiligt sind dabei nicht nur Feuerwehrleute, sondern auch verschiedene Hilfsorganisationen, die zur Unterstuetzung ausgerueckt sind. Die Kraefte kamen aus unterschiedlichen Teilen der Region, sowohl aus dem linksrheinischen Gebiet als auch aus dem rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis, und trafen nach und nach an der Einsatzstelle ein.
Aus der Luft wird der Einsatz durch einen Polizeihubschrauber unterstuetzt. Dieser ist immer wieder im Einsatz und nimmt Wasser aus einer nahegelegenen Kiesgrube auf, um es anschliessend gezielt ueber der Brandstelle abzuwerfen. Die Wasserabwuerfe aus der Luft sollen dabei helfen, die Ausbreitung der Flammen einzudaemmen und die Arbeit der Kraefte am Boden zu unterstuetzen.
Gleichzeitig sind viele Feuerwehrleute unmittelbar am Boden im Einsatz. Mit Schlaeuchen gehen sie gegen die verbliebenen Glutnester vor, um zu verhindern, dass der Brand an bereits abgeloeschten Stellen erneut aufflammt. Wie wichtig diese Nachloescharbeiten sind, zeigt sich vor Ort daran, dass es an einigen Stellen noch glimmt und raucht, sodass die Gefahr noch nicht endgueltig gebannt ist.
Der Feuerwehrsprecher machte deutlich, dass trotz der Fortschritte weiterhin Vorsicht geboten ist. Zwar sei die Lage inzwischen weitgehend unter Kontrolle, doch koenne das Feuer dort, wo es bereits geloescht wurde, immer wieder neu aufflammen. Aus diesem Grund werden die Einsatzkraefte den Brand bei Swisttal voraussichtlich noch bis tief in die Nacht hinein begleiten und die betroffenen Flaechen genau im Blick behalten.
Zu den ersten Bildern des Brandes gehoerten auch Szenen fluechtender Tiere. So waren Pferde zu sehen, die vor dem Feuer in Sicherheit gebracht wurden beziehungsweise vor den Flammen flohen. Der Einsatz verdeutlicht, wie schnell sich bei starkem Wind aus einem Feldbrand ein groesserer Waldbrand entwickeln kann und welchen Aufwand die Feuerwehren betreiben muessen, um eine solche Lage in den Griff zu bekommen.
