Ein schwerer Waldbrand hat in den vergangenen knapp drei Wochen große Teile eines Waldschutzgebietes etwa 60 Kilometer östlich der serbischen Hauptstadt Belgrad verwüstet. Trotz tagelanger Löscharbeiten breiteten sich die Flammen in dem Gebiet immer weiter aus.
Zur Zuspitzung kam es, als die Temperaturen auf 39 Grad Celsius kletterten und starker Wind die Flammen in Richtung der Wohnhäuser trieb. Daraufhin wurde die Evakuierung eines kleinen Weilers am Rande des Schutzgebietes notwendig, um die Bewohner in Sicherheit zu bringen.
Angesichts der Lage bat Serbien um internationale Unterstützung. Russland entsandte daraufhin ein Löschflugzeug, das bis zu 42.000 Liter Wasser transportieren kann und dabei half, Teile des Brandes einzudämmen und zu löschen.
Serbiens Innenminister Ivica Dačić erklärte jedoch, dass die Lage weiterhin gefährlich sei. Als Gründe nannte er den sandigen Untergrund sowie die extrem hohen Temperaturen, die die Löscharbeiten erschweren und ein erneutes Aufflammen begünstigen.
Der Brand bei Belgrad ist kein Einzelfall. In der gesamten Region wurden nach Angaben der Behörden Dutzende weitere Brände gemeldet, was die Einsatzkräfte an mehreren Fronten zugleich fordert.
Hinter der Häufung der Brände steht eine anhaltende Hitzeperiode. Für weite Teile des Balkans gelten derzeit Warnungen vor extremer Hitze, die zusammen mit Trockenheit und Wind ideale Bedingungen für die rasche Ausbreitung von Feuern schafft.
Die Kombination aus wochenlanger Hitze, starkem Wind und ausgedörrten Böden macht die Brandbekämpfung besonders schwierig. Ob die Lage rund um das Schutzgebiet östlich von Belgrad dauerhaft unter Kontrolle gebracht werden kann, hängt maßgeblich davon ab, wie sich Temperaturen und Wind in den kommenden Tagen entwickeln.
