LIVE PROTOCOL
EET--:--:--edition--.--.--
avalw news
StatisticsApply as a creatorLogin
GL Global
Categories

Zweite Benzinknappheit in Russland trifft fast alle Regionen

Zweite Benzinknappheit in Russland trifft fast alle Regionen | AVALW News

In Russland ist nur noch an weniger als drei von zehn Tankstellen Benzin erhaeltlich. Diese zweite Welle der Kraftstoffknappheit gilt als heftiger als die erste und hat in fast allen Regionen zu Rationierungen gefuehrt, sogar in Moskau bildeten sich Warteschlangen. Als Ursache gelten die anhaltenden ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Oelanlagen.

Russland kaempft erneut mit einer schweren Benzinknappheit. Nach Angaben von Euronews ist landesweit nur noch an weniger als drei von zehn Tankstellen ueberhaupt Kraftstoff erhaeltlich. Fuer viele Autofahrerinnen und Autofahrer ist das Tanken damit zu einer taeglichen Herausforderung geworden, die den Alltag im ganzen Land spuerbar erschwert.

Diese zweite Welle der Kraftstoffknappheit faellt offenbar noch heftiger aus als die erste. Der Mangel beschraenkt sich laengst nicht mehr auf abgelegene Gegenden, sondern hat auch die Hauptstadt erreicht. Selbst in Moskau bildeten sich Warteschlangen an den Zapfsaeulen, ein Bild, das die Dimension der Versorgungskrise deutlich macht.

Um die knappen Bestaende zu verteilen, greifen die Behoerden zu strengen Massnahmen. In fast allen Regionen gelten inzwischen Kraftstoffbeschraenkungen. Dazu gehoeren Begrenzungen der pro Kunde verkauften Menge, eine auf QR-Codes gestuetzte Rationierung sowie Regelungen, die den Verkauf nach geraden und ungeraden Kfz-Kennzeichen steuern.

Der Ursprung der Krise liegt nach Darstellung von Euronews im Krieg gegen die Ukraine. Die Engpaesse sind demnach die direkte Folge der anhaltenden ukrainischen Drohnenangriffe auf die russische Oelinfrastruktur, die ihrerseits als Reaktion auf russische Luftschlaege erfolgen. Damit schlaegt der Krieg unmittelbar auf die Versorgung der eigenen Bevoelkerung durch.

Das Ausmass der Angriffe ist erheblich. Allein in den ersten beiden Augustwochen wurden nach den vorliegenden Angaben fast ein Dutzend Anlagen getroffen. Solche Treffer legen Raffinerien und Verarbeitungsanlagen zumindest zeitweise lahm und verschaerfen die ohnehin angespannte Lage auf dem Kraftstoffmarkt zusaetzlich.

Die russische Fuehrung raeumt die Probleme nur zoegerlich ein. Praesident Wladimir Putin hatte die Verknappung bereits Ende Juli eingeraeumt, sie damals jedoch als nicht kritisch bezeichnet. Damit versuchte der Kreml, die Auswirkungen der Angriffe auf die Versorgung herunterzuspielen.

An dieser Linie hielt Putin auch zuletzt fest. Am Mittwoch wiederholte er, dass die Angriffe keine kritischen Folgen haetten, raeumte zugleich aber ein, dass sie durchaus Schaeden verursachten. Zwischen dieser offiziellen Darstellung und den langen Schlangen an den Tankstellen klafft jedoch eine deutliche Luecke, waehrend die Rationierungen in weiten Teilen des Landes bestehen bleiben.

Loading article...