Island entscheidet an diesem Samstag ueber seine europaeische Zukunft. Wie Euronews berichtet, stimmen die Islaenderinnen und Islaender in einem Referendum darueber ab, ob die Verhandlungen ueber einen EU-Beitritt wieder aufgenommen werden sollen. Ein Ja wuerde nach Angaben von Euronews die Gespraeche in Bruessel neu starten.
Ein Nein hingegen waere nach Darstellung von Euronews ein zweiter Affront fuer die Partner in der Europaeischen Union. Denn Island hatte bereits 2009 nach einer Finanzkrise seinen Beitrittsantrag gestellt, dieses Gesuch spaeter aber offiziell wieder zurueckgezogen, sodass eine erste Annaeherung an Bruessel ohne Ergebnis blieb.
Der Rueckzug erfolgte, nachdem 2013 eine europaskeptische Koalition an die Macht gekommen war. Wie Euronews berichtet, hatte sich die islaendische Wirtschaft zu diesem Zeitpunkt weitgehend erholt, und die oeffentliche Unterstuetzung fuer einen Beitritt schwand. Als einer der Streitpunkte galt dabei die Fischerei.
Die Wende kam nach Darstellung von Euronews im Jahr 2024, als eine EU-freundliche Koalitionsregierung ihr Amt antrat. Erst mit diesem Regierungswechsel rueckte die Frage eines Beitritts wieder nach vorne und machte den Weg frei fuer die nun anstehende Abstimmung ueber die Wiederaufnahme der Gespraeche mit Bruessel.
Seither hat sich auch das internationale Umfeld veraendert. Euronews nennt als Beispiele die Drohung von US-Praesident Donald Trump, Groenland zu beschlagnahmen, sowie die Tatsache, dass die Arktis zu einem Brennpunkt fuer seltene Erden geworden ist. Eine vertiefte Zusammenarbeit mit der EU koennte deshalb ein wichtiger Faktor fuer die Sicherung Islands sein.
Wie das Referendum ausgeht, ist offen. Nach Angaben von Euronews lassen die Meinungsumfragen ein sehr knappes Ergebnis erwarten. Als umstrittenste Themen gelten dabei weiterhin die Landwirtschaft und die Fischerei, ueber die schon frueher das Verhaeltnis Islands zur Europaeischen Union mitentschieden wurde.
