Die Europäische Union hat der Ukraine weitere Milliardenhilfen für ihre Verteidigung zugesagt. Nach Angaben von Euronews bewilligte die EU im Rahmen des 90-Milliarden-Euro-Darlehens das nächste Finanzpaket für die Ukraine in Höhe von 6,1 Milliarden Euro für Verteidigungsausgaben. Die Freigabe dieser Mittel erfolgte am Unabhängigkeitstag der Ukraine und reiht sich in die fortlaufende europäische Unterstützung für Kiew ein.
Die neuen EU-Gelder sind für konkrete militärische Zwecke vorgesehen. Laut Euronews dienen die Mittel dazu, Kiew mit Luft- und Raketenabwehrsystemen sowie mit Raketen, Munition und Radarsystemen zu versorgen. Damit soll die Ukraine ihre Fähigkeit stärken, sich gegen die anhaltenden Angriffe zu schützen, und der Schwerpunkt der Hilfe liegt erkennbar auf der Abwehr aus der Luft.
Rund um den Unabhängigkeitstag fanden auch diplomatische Beratungen auf höchster Ebene statt. Nach Darstellung von Euronews nahmen mehrere europäische Staats- und Regierungschefs an den Beratungen der sogenannten Koalition der Willigen teil. Ziel dieser Gespräche war es, für den bevorstehenden Winter zusätzliche Luftunterstützung und Energielieferungen für die Ukraine zu mobilisieren.
Auch aus Großbritannien kam ein Signal der Unterstützung. Wie Euronews berichtete, war der britische Premier Andy Burnham nach Kiew gereist. In der ukrainischen Hauptstadt wurde am Unabhängigkeitstag zugleich der gefallenen Soldaten gedacht, sodass sich das offizielle Gedenken und die internationale Anteilnahme an diesem Tag überschnitten.
Der Anlass der neuen Hilfen bleibt der andauernde Krieg. Nach Angaben von Euronews dauert Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine nun schon seit mehr als viereinhalb Jahren an. Die Lage an der Front und im Luftraum prägt weiterhin den Alltag des Landes und bestimmt in hohem Maße den Bedarf an westlicher Militär- und Finanzhilfe.
Zuletzt hat sich die Art der russischen Angriffe verschoben. Nach Darstellung von Euronews hat Moskaus Armee angesichts fehlender Patriot-Luftabwehr-Munition vor allem ihre Raketenangriffe vermehrt. Gerade vor diesem Hintergrund legt das neue europäische Hilfspaket seinen Schwerpunkt auf Luft- und Raketenabwehrsysteme sowie auf die dazugehörige Munition und Radartechnik.
Die Ukraine bleibt ihrerseits nicht untätig. Wie Euronews berichtet, greifen die Streitkräfte der Ukraine als Reaktion russische Logistikunternehmen mit Drohnen an. So verbindet sich die europäische Finanzhilfe mit einer militärischen Lage, in der beide Seiten weiterhin aufeinander einwirken, während die EU ihre Unterstützung für Kiew mit dem neuen 6,1-Milliarden-Euro-Paket fortsetzt.
