Europa hat seine Verteidigungsausgaben deutlich erhöht. Nach Angaben aus der Euronews-Sendung gab der Kontinent im Jahr 2025 insgesamt 739 Milliarden Euro für Verteidigung aus. Das ist ein Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. Als Hintergrund wird der massive Druck seitens der USA genannt.
Besonders auffällig ist die Entwicklung in Deutschland. Dem Bericht zufolge meint es die Bundesrepublik mit ihren Ausgaben besonders ernst und verzeichnete einen Anstieg von 24 Prozent. Damit hat Deutschland Großbritannien überholt und rückt in der Rangliste der weltweit größten Militärausgaben weiter nach oben, wie in der Sendung dargestellt wurde.
Konkret bedeutet das eine neue Position für Deutschland im internationalen Vergleich. Laut dem Bericht ist das Land nun die viertgrößte Militärausgabennation der Welt. Vor Deutschland liegen demnach nur noch die Vereinigten Staaten, China und Russland, die damit die Spitze dieser weltweiten Rangliste bilden.
Auch andere große Volkswirtschaften rüsten auf. Dem Bericht zufolge gehört Italien zu den Ländern, die ihre Verteidigungsausgaben spürbar gesteigert haben, mit einem Anstieg von 20 Prozent. Bei den absoluten Ausgaben liegen Italien und Israel inzwischen gleichauf, wie in der Sendung ausdrücklich hervorgehoben wurde.
Ein anderes Bild ergibt sich, wenn man die Ausgaben im Verhältnis zur Wirtschaftskraft betrachtet. Laut dem Bericht zeigt der Anteil am Bruttoinlandsprodukt deutlich, welche Staaten Verteidigung als Priorität behandeln. Auffällig ist dabei, dass alle in dieser Betrachtung führenden Länder an Russland grenzen.
An der Spitze dieser Rangliste steht nach den genannten Zahlen Polen. Dem Bericht zufolge wendet Polen 4,5 Prozent seiner Wirtschaftsleistung für Verteidigung auf und liegt damit vorn. Es folgen Lettland, Estland und Norwegen, die ebenfalls einen vergleichsweise hohen Anteil ihres Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung investieren.
Am anderen Ende der Skala stehen Länder mit deutlich geringeren Anteilen. Laut dem Bericht bilden Island, Irland und die Schweiz das Ende der Liste. Insgesamt zeichnet die Sendung damit das Bild eines Kontinents, der seine Verteidigungsausgaben stark ausweitet, wobei die Nähe zu Russland und der Druck aus den USA eine zentrale Rolle spielen.
