Island hat sich in einem Referendum gegen eine Wiederaufnahme der Verhandlungen ueber einen EU-Beitritt entschieden. Nach offiziellen Angaben, die Euronews zitiert, stimmten 52,8 Prozent mit Nein und 47,2 Prozent mit Ja, bei einer hohen Wahlbeteiligung von 82,5 Prozent. Damit liegt die EU-Debatte in Island fuer mindestens zwei Jahre auf Eis. Ministerpraesidentin Kristrun Frostadottir erklaerte in Reykjavik, die Kampagne habe eine Debatte ueber den Platz Islands in der Welt angestossen. Als entscheidend galten Sorgen um die Fischerei, auf die rund 40 Prozent der islaendischen Exporte entfallen.
Island hat sich gegen eine Wiederaufnahme der Verhandlungen ueber einen EU-Beitritt entschieden. In einem Referendum sprachen sich die Islaenderinnen und Islaender mehrheitlich gegen den Vorschlag der Regierung aus. Nach offiziellen Angaben, die Euronews zitiert, stimmten 52,8 Prozent mit Nein und 47,2 Prozent mit Ja; die Wahlbeteiligung lag bei 82,5 Prozent.
Durch das Nein liegt die Debatte ueber einen EU-Beitritt Islands nach Darstellung von Euronews nun fuer mindestens zwei Jahre auf Eis. Ministerpraesidentin Kristrun Frostadottir erklaerte nach der Stimmabgabe in Reykjavik, die Kampagne zum Referendum habe eine Debatte ueber den Platz Islands in der Welt angestossen.
Die Vorgeschichte reicht bis in die Zeit nach der Finanzkrise zurueck. Island hatte 2009 einen Beitrittsantrag gestellt, dieses Gesuch jedoch offiziell wieder zurueckgezogen, nachdem 2013 eine europaskeptische Koalition an die Macht gekommen war. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die islaendische Wirtschaft weitgehend erholt, und die oeffentliche Unterstuetzung fuer einen Beitritt schwand zusehends.
Ein zentraler Streitpunkt war dabei stets die Fischerei, ein Wirtschaftszweig von grosser Bedeutung fuer die Insel. Nach Angaben von Euronews entfallen rund 40 Prozent der islaendischen Exporte auf die Fischindustrie. Viele Nein-Waehler fuerchteten nach Einschaetzung von Analysten, Island koennte einen Teil der Kontrolle ueber seine lukrativen Fanggruende an die Europaeische Union abtreten.
Die Wende hin zu der nun abgehaltenen Abstimmung kam nach Angaben von Euronews im Jahr 2024, als eine EU-freundliche Koalitionsregierung ihr Amt antrat. Seither hatte sich das politische Klima veraendert, und die Regierung eroeffnete den Weg zu der Volksabstimmung ueber die Wiederaufnahme der Beitrittsgespraeche mit Bruessel.
Zugleich hat sich die internationale Lage verschoben. Als Beispiele nennt Euronews die Drohung von US-Praesident Donald Trump, das nahe gelegene Groenland zu beschlagnahmen, sowie die Tatsache, dass die Arktis zu einem Brennpunkt fuer seltene Erden geworden ist. Vor diesem Hintergrund war eine vertiefte Zusammenarbeit mit der EU als moeglicher Faktor fuer die Sicherheit Islands diskutiert worden.
Mit dem Nein bleibt Islands Verhaeltnis zu Bruessel nach Darstellung von Euronews in absehbarer Zukunft weitgehend unveraendert. Das Ergebnis der Volksabstimmung entschied damit nicht nur ueber den weiteren Kurs des Landes gegenueber der Europaeischen Union, sondern sandte zugleich ein klares Signal an die Partner in der Union.