Der Technologiekonzern Meta ist in den USA zu einer hohen Zahlung verurteilt worden. Ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico verpflichtete das Unternehmen, das unter anderem hinter Facebook und Instagram steht, zur Zahlung von 567 Millionen US-Dollar. Damit rueckt die Frage, welchen Schaden soziale Medien bei jungen Menschen anrichten, erneut in den Mittelpunkt.
Das Geld ist an einen klaren Zweck gebunden. Es soll in einen Fonds fliessen, der die negativen Auswirkungen sozialer Medien bekaempfen soll. Statt einer reinen Strafzahlung wird der Betrag also darauf ausgerichtet, den Folgen entgegenzuwirken, die den Plattformen im Verfahren zur Last gelegt wurden.
Grundlage des Urteils ist eine frueher getroffene Feststellung des Gerichts. In einer vorangegangenen Phase des Prozesses war das Gericht zu dem Schluss gekommen, dass Meta sich der schaedlichen Auswirkungen seiner Plattformen auf die psychische Gesundheit junger Menschen bewusst gewesen sei. Die Entscheidung stuetzt sich damit auf den Vorwurf, dass dem Konzern die Risiken bekannt waren.
Ein weiterer schwerer Vorwurf betrifft den Schutz der Jaengsten. Nach dem Urteil habe Meta Jugendliche und Kinder ausserdem nicht ausreichend vor sexueller Ausbeutung geschuetzt. Damit geht es in dem Verfahren nicht nur um psychische Belastungen, sondern auch um die Sicherheit minderjaehriger Nutzerinnen und Nutzer auf den Plattformen.
Die neue Zahlung ist nicht die einzige finanzielle Folge fuer den Konzern. Bereits zuvor war Meta in dem Fall eine Geldstrafe in Hoehe von 375 Millionen Dollar auferlegt worden. Zusammengenommen muss das Unternehmen damit rund eine Milliarde Dollar zahlen, auch wenn der prognostizierte Gewinn des Konzerns fuer 2025 mit rund 60 Milliarden Dollar weit darueber liegt.
Ueber die Zahlung hinaus verlangt das Gericht auch Aenderungen an den Diensten selbst. Meta wurde angewiesen, das Suchtpotenzial seiner Plattformen zu mindern und Minderjaehrige besser zu schuetzen. Damit zielt das Urteil nicht nur auf eine Entschaedigung, sondern auch darauf ab, die Gestaltung der Angebote fuer junge Menschen grundlegend zu veraendern.
