Mitten in einer Region, die lange vom Kohleabbau geprägt war, entsteht ein Großprojekt der digitalen Wirtschaft. Nach Angaben von Euronews Deutsch wird in der einstigen Kohleregion Lausitz eines der größten KI-Rechenzentren Europas gebaut, ein Vorhaben, das dem Strukturwandel der Gegend ein neues Gesicht geben soll.
Hinter dem Bau steht eine bekannte Unternehmensgruppe mit einer erheblichen Summe. Das Unternehmen SchwarzDigits, das wie Lidl zur Schwarzgruppe gehört, hat 11 Milliarden Euro investiert, was die Dimension des Projekts unterstreicht.
Der Zweck der Anlage liegt in der Rechenleistung für künstliche Intelligenz. Nach dem Bericht sollen hier rund 100.000 Rechenchips verbaut werden, um beispielsweise das schnelle Lernen von KI-Modellen zu garantieren, also jene Aufgaben zu übernehmen, für die enorme Kapazitäten benötigt werden.
Auch ein erster Zeitplan steht bereits fest. Laut Euronews Deutsch sollen die ersten Serverräume Ende 2027 an den Start gehen, sodass der Komplex schrittweise in Betrieb genommen werden kann.
Solche Anlagen stehen allerdings zunehmend in der Kritik. Dem Bericht zufolge wird Rechenzentren vorgeworfen, sie seien zu energieintensiv, zu laut und ihr Wasserverbrauch sei zu hoch, Einwände, die das Vorhaben von Beginn an begleiten.
Die Betreiber wollen diesen Vorwürfen mit einem Nachhaltigkeitskonzept begegnen. Hier soll alles möglichst nachhaltig ablaufen: Das Kühlsystem soll nur ein einziges Mal mit Wasser befüllt werden müssen, die Gebäude seien speziell lärmisoliert und der Komplex soll ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben werden.
Wie groß der Energiebedarf dabei ist, macht der Bericht ebenfalls deutlich. Im Vollbetrieb braucht das Rechenzentrum jährlich so viel Strom wie eine mittelgroße Stadt, weshalb die Frage der Energieversorgung eng mit dem Betrieb der Anlage verbunden bleibt, die in der Lausitz entsteht.
