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Neuer Wettersatellit MTG-I2 mit Ariane 6 ins All gestartet

Neuer Wettersatellit MTG-I2 mit Ariane 6 ins All gestartet | AVALW News

Von Französisch-Guayana aus, mehr als 7000 Kilometer vom europäischen Festland entfernt, ist ein neuer Wettersatellit ins All gestartet. Nach Angaben von Euronews soll der Satellit mit dem Namen MTG-I2 Hochwasser und Waldbrände in ganz Europa beobachten, mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Mittelmeerraum. Ins All gebracht wurde er von einer Ariane 6. Der Satellit kann Europa alle zweieinhalb Minuten fotografieren, und sein Blitzdetektor nimmt 1000 Messwerte pro Sekunde auf. Mit diesem Start ist das Trio der europäischen Wettersatelliten im All komplett.

Von Französisch-Guayana aus, mehr als 7000 Kilometer vom europäischen Festland entfernt, ist ein neuer Wettersatellit ins All gestartet. Nach Angaben von Euronews soll der Satellit mit dem Namen MTG-I2 Hochwasser und Waldbrände in ganz Europa beobachten, mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Mittelmeerraum. Ins All gebracht wurde er von einer Ariane 6, einer Rakete, die nach Darstellung des Senders leistungsstärker und kosteneffizienter sein soll als ihr Vorgängermodell.

Euronews zufolge wird die Ariane 6 horizontal aufgebaut, wobei die einzelnen Teile mit einer Passgenauigkeit im Submillimeter-Bereich zusammengefügt werden. Der Koloss ist demnach etwa 535 Tonnen schwer und fast 60 Meter hoch. Trotz dieser Ausmaße kommt es bei der Montage auf höchste Präzision an, damit die Rakete ihre empfindliche Fracht sicher in den Weltraum tragen kann.

Der Satellit selbst wird nach den Worten von Euronews als besonders empfindliche Nutzlast behandelt. In einem Raum mit gefilterter Luft und kontrollierter Luftfeuchtigkeit soll sich vor der endgültigen Abdichtung nicht einmal ein Insekt einschleichen können. Elf Stunden vor dem Start übernimmt anschließend der sogenannte Jupiter-Kontrollraum die Verantwortung, während ein Team von Meteorologen fortlaufend Blitze und Winde überwacht.

Nach dem Start wird der Satellit laut Euronews in einer Höhe von mehr als 2200 Kilometern ausgesetzt. Danach übernimmt das Unternehmen Eutelsat, um MTG-I2 in eine geosynchrone Umlaufbahn in rund 36.000 Kilometern Höhe zu bringen. Dieser Vorgang dauert nach Angaben des Senders etwa zwölf Tage, bis der Satellit seine endgültige Position über der Erde erreicht hat.

Das Ergebnis ist nach fast zwei Jahrzehnten Arbeit von mehr als 2200 Menschen entstanden, wie Euronews berichtet. Der Satellit ist in der Lage, Europa alle zweieinhalb Minuten mit 500 Millionen Pixeln pro Aufnahme zu fotografieren. Damit sollen sich Wetterlagen und Gefahren auf dem Kontinent künftig deutlich engmaschiger und schneller erfassen lassen als bisher.

Besonders hervorgehoben wird der Blitzdetektor an Bord, den Euronews als den fortschrittlichsten der Welt bezeichnet. Er nimmt demnach 1000 Messwerte pro Sekunde auf. Mit dem Start von MTG-I2 ist nach Darstellung des Senders das Trio der europäischen Wettersatelliten im All nun komplett. Über den Start berichtete Maria Muñoz-Morillo für Euronews aus Französisch-Guayana.

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