In Bulgarien ist in der Naehe der Transbalkan-Gaspipeline an der Grenze zu Rumaenien eine Drohne explodiert. Der Vorfall hat die Aufmerksamkeit auf die wichtige Gasinfrastruktur in der Region gelenkt und zu diplomatischen Reaktionen zwischen Sofia und Kiew gefuehrt.
Die Ukraine bestreitet, Bulgarien ins Visier genommen zu haben. Aus Kiew hiess es, die Armee untersuche den Drohnenvorfall, wobei das ukrainische Aussenministerium betonte, man wolle die Umstaende des Geschehens aufklaeren. Damit wies die ukrainische Seite die Vorstellung zurueck, den Vorfall bewusst herbeigefuehrt zu haben.
Nach Angaben des bulgarischen Verteidigungsministeriums handelt es sich um einen Drohnentyp, der vom ukrainischen Militaer weit verbreitet eingesetzt wird. Diese Einschaetzung rueckte die Herkunft des Fluggeraets in den Mittelpunkt der Ermittlungen und naehrte die Fragen nach dem Weg, den die Drohne bis nach Bulgarien genommen hatte.
Als Reaktion auf den Vorfall hat der Aussenminister in Sofia den ukrainischen Botschafter einbestellt. Zugleich nahmen auch regionale Behoerden in Bulgarien Ermittlungen auf, um den Hergang der Explosion und die naeheren Umstaende zu klaeren. Verletzt wurde nach den vorliegenden Angaben niemand.
Bulgariens Ministerpraesident Rumen Radev erklaerte jedoch, die Drohne sei mit einer betraechtlichen Menge Sprengstoff bestueckt gewesen. Seine Aeusserung unterstrich, dass von dem Fluggeraet trotz des glimpflichen Ausgangs ein erhebliches Gefahrenpotenzial ausgegangen sein koennte.
Die Drohne stuerzte in ein Sonnenblumenfeld, nur einen Kilometer von der Transbalkan-Gaspipeline entfernt. Diese Leitung verbindet die Tuerkei, Bulgarien, Rumaenien, Moldau und die Ukraine, was die Naehe der Explosion zu einer zentralen Ader der regionalen Gasversorgung besonders brisant erscheinen laesst.
