Die spanische Polizei hat in einer gemeinsamen Aktion mit der ecuadorianischen Polizei mehr als 21 Tonnen Kokain beschlagnahmt und einen Drogenring zerschlagen. Unterstuetzt wurde der Einsatz von Europol, der die internationale Zusammenarbeit der beteiligten Behoerden koordinierte.
Die Operation trug den Codenamen Mondragon und fuehrte zur Festnahme von 44 Personen. Nach den vorliegenden Angaben wurden acht der Verdaechtigen in Spanien festgenommen, waehrend die uebrigen 36 in Ecuador gefasst wurden, was den grenzueberschreitenden Charakter des Verfahrens unterstreicht.
Die Organisation schmuggelte die Drogen ueber die grossen spanischen Haefen Malaga, Algeciras und Valencia nach Europa. Ueber diese wichtigen Umschlagplaetze gelangte das Kokain in grossem Massstab auf den europaeischen Kontinent, bevor die Ermittler das Netzwerk aushebeln konnten.
Das Netzwerk operierte zwischen Spanien, Ecuador und Dubai. Um den aus dem ecuadorianischen Hafen Guayaquil stammenden Drogenimporten den Anschein der Legalitaet zu verleihen, nutzte die Organisation ein Geflecht von Unternehmen, mit dem die Herkunft und der Zweck der Lieferungen verschleiert werden sollten.
Innerhalb der Struktur hatte jeder Teil des Netzwerks eine eigene Aufgabe. Der spanische Zweig mit Sitz hauptsaechlich in La Rioja kuemmerte sich um die Logistik und die Unternehmensstruktur, also um die Organisation der Warenwege und die Tarnfirmen, ueber die der Handel abgewickelt wurde.
Ein weiteres Netzwerk mit Sitz in Dubai unterstuetzte die Operationen finanziell. Damit spannte sich das kriminelle Geflecht ueber drei Kontinente hinweg, von der Beschaffung in Ecuador ueber die Finanzierung in Dubai bis zur Einfuhr und Verteilung in Europa, die nun durch die Festnahmen unterbrochen wurde.
