Die spanische Polizei hat in einer gemeinsamen Aktion mit der ecuadorianischen Polizei und mit Unterstuetzung von Europol mehr als 21 Tonnen Kokain beschlagnahmt und einen international agierenden Drogenring zerschlagen. Die Ermittlungen liefen unter dem Codenamen Mondragon und fuehrten zur Festnahme mehrerer Verdaechtiger, wie die beteiligten Behoerden mitteilten.
Der Schlag richtet sich gegen eine Organisation, die den Kokainhandel zwischen Suedamerika und Europa in grossem Stil betrieben haben soll. Mit einer sichergestellten Menge von mehr als 21 Tonnen zaehlt der Fall zu den umfangreicheren Drogenaufgriffen, die in einer solchen laenderuebergreifenden Operation gelungen sind, an der Ermittler auf zwei Kontinenten sowie die europaeische Polizeibehoerde beteiligt waren.
Nach den Erkenntnissen der Ermittler schmuggelte die Organisation ihre Ware ueber die grossen spanischen Haefen nach Europa. Als Einfallstore dienten demnach die Haefen von Malaga, Algeciras und Valencia, ueber die das Kokain auf den europaeischen Kontinent gelangte, bevor es von dort aus weiterverteilt werden konnte.
Die Struktur des Rings reichte weit ueber Spanien hinaus. Das Netzwerk operierte den Angaben zufolge zwischen Spanien, Ecuador und Dubai und verband damit das Herkunftsland der Drogen in Suedamerika, den Eintrittspunkt in Europa und einen Finanzplatz am Golf zu einem gemeinsamen Geschaeftsmodell, das ueber mehrere Laender hinweg koordiniert wurde.
Um die Herkunft der Lieferungen zu verschleiern, nutzte die Organisation ein Geflecht von Unternehmen. Damit sollten die aus dem ecuadorianischen Hafen Guayaquil stammenden Drogenimporte den Anschein der Legalitaet erhalten, sodass die Kokainlieferungen nach aussen wie regulaere Handelswaren wirkten und der wahre Inhalt der Sendungen verdeckt blieb.
Innerhalb dieses Aufbaus hatte jeder Teil des Netzwerks eine klar umrissene Aufgabe. Der spanische Zweig mit Sitz hauptsaechlich in der Region La Rioja kuemmerte sich um die Logistik und die Unternehmensstruktur und bildete damit das organisatorische Rueckgrat des Schmuggels auf der europaeischen Seite der Route.
Die finanzielle Basis der Geschaefte lag den Ermittlungen zufolge am Golf. Ein Netzwerk in Dubai unterstuetzte die Operationen finanziell, waehrend die eigentliche Ware ueber den Atlantik transportiert und in Spanien angelandet wurde. Mit der Zerschlagung des Rings und der Beschlagnahme von mehr als 21 Tonnen Kokain trafen die Behoerden nach eigener Darstellung eine wirtschaftlich bedeutende Schmuggelroute zwischen Suedamerika und Europa.
