Der Ätna, der größte Vulkan Europas, ist erneut ausgebrochen und hat große Mengen Rauch und Vulkanasche kilometerweit in die Luft geschleudert. Der Ausbruch hat den Flugverkehr auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien massiv gestört und zahlreiche Reisende in eine ungewisse Lage gebracht.
Der letzte registrierte Ausbruch ereignete sich in der Nacht zum Freitag. Dabei waren nach Angaben aus dem Bericht orangefarbene Feuerbälle und riesige Rauchwolken über dem Berg zu beobachten, ein Bild, das die Wucht der vulkanischen Aktivität verdeutlichte.
In der Folge wurden auf Sizilien mindestens 700 Flüge gestrichen. Die Ausfälle zogen sich durch das Flugnetz der gesamten Insel und trafen den Betrieb mitten in der sommerlichen Reisesaison, in der die Nachfrage nach Flügen von und nach Sizilien besonders hoch ist.
Von den Streichungen sind nach Angaben des Berichts rund 40.000 Reisende betroffen. Diese Zahl verdeutlicht das Ausmaß der Störung, die weit über einzelne verspätete Verbindungen hinausgeht und den Reiseverkehr in der Region insgesamt belastet.
Bereits in der vergangenen Woche war es zu Flugausfällen gekommen, nachdem der Vulkan große Mengen Rauch und Vulkanasche in die Luft geschleudert hatte. Die aktuellen Störungen setzen diese Entwicklung fort und zeigen, dass sich die Lage über mehrere Tage hinweg nicht beruhigt hat.
Zu den Flughäfen auf der Insel, die dem Bericht zufolge weiterhin geschlossen blieben, gehörte Comiso. Der Flughafen liegt etwa 90 Kilometer südlich von Catania und rund 130 Kilometer südlich des Ätna und war damit ebenfalls von den Auswirkungen der Aschewolken betroffen.
Den Behörden zufolge war zunächst unklar, wann der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Für die Reisenden bedeutet dies weitere Unsicherheit, solange die vulkanische Aktivität anhält und die Sicherheit im Luftraum über Sizilien nicht gewährleistet werden kann.
