LIVE PROTOCOL
EET--:--:--edition--.--.--
avalw news
StatisticsApply as a creatorLogin
GL Global
Categories

Umfrage: Europaeer sehen Trump und die USA 2026 deutlich negativer

Umfrage: Europaeer sehen Trump und die USA 2026 deutlich negativer | AVALW News

Eine neue Umfrage des Pew Research Center zeigt, dass die Europaeer US-Praesident Donald Trump und die Vereinigten Staaten im Jahr 2026 besonders negativ beurteilen, waehrend Amerika den 250. Jahrestag seiner Unabhaengigkeit begeht. In allen zehn befragten europaeischen Laendern erklaerte eine Mehrheit, sie habe kein Vertrauen in Trump; in Schweden, den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und Italien waren es mehr als acht von zehn Befragten. Nur in Ungarn und Polen halten Mehrheiten die USA noch fuer einen verlaesslichen Partner, und im Median lehnen 85 Prozent Trumps Umgang mit Groenland und den Zoellen ab.

Das Ansehen von US-Praesident Donald Trump und der Vereinigten Staaten in Europa ist im Jahr 2026 besonders schlecht, wie eine neue Umfrage des Pew Research Center zeigt, die kurz vor dem 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhaengigkeit veroeffentlicht wurde. Die Ergebnisse zeichnen das Bild einer angespannten transatlantischen Beziehung, in der das Vertrauen in Washington auf dem gesamten Kontinent schwindet, ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, der die USA feiern soll. Insgesamt betrachten viele Europaeer die derzeitige amerikanische Regierung mit einer Mischung aus Ablehnung und Unbehagen. Die Umfrage faellt in einen symbolisch heiklen Moment fuer ein Land, das lange als Anker des Westens galt.

Das mangelnde Vertrauen in den amerikanischen Praesidenten ist breit und tief verankert. In allen zehn befragten europaeischen Laendern erklaerten Mehrheiten, sie trauten Trump nicht zu, in weltpolitischen Fragen das Richtige zu tun, und in acht dieser Laender aeusserten rund drei Viertel der Bevoelkerung oder mehr diese Ansicht. Am staerksten war die Skepsis in Schweden, den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und Italien, wo mehr als acht von zehn Befragten angaben, kein Vertrauen in ihn zu haben. Solch durchgehend negative Werte in so vielen Laendern deuten auf einen seltenen Konsens zwischen ansonsten sehr unterschiedlichen Waehlerschaften hin.

Diese ohnehin niedrigen Werte sind im vergangenen Jahr weiter gesunken. Trumps Vertrauenswerte gingen in acht europaeischen Laendern im Vergleich zu 2025 deutlich zurueck, mit Rueckgaengen von jeweils fuenfzehn Prozentpunkten in Griechenland und Italien. Dieser Rueckgang zeigt, wie schnell sich die Haltungen im Laufe eines einzigen Jahres verhaertet haben, statt sich auf einem stabilen Niveau einzupendeln. Bei einem ohnehin skeptisch betrachteten Staatschef legt der Trend nahe, dass die europaeische Meinung weiter kippt, anstatt sich zu stabilisieren.

Die Umfrage ging ueber persoenliche Eindruecke hinaus und fragte, ob die Europaeer die Vereinigten Staaten noch als verlaesslich ansehen. Hier fielen die Ergebnisse eindeutig aus: Ungarn und Polen waren die einzigen befragten Laender, in denen eine Mehrheit die USA weiterhin als verlaesslichen Partner bezeichnete. Bemerkenswert ist, dass die Ungarn diese Ansicht heute sogar haeufiger vertreten als 2022, waehrend der Regierung Biden, entgegen dem allgemeinen Trend. In einer Reihe anderer Laender ist der Anteil derer, die die USA fuer verlaesslich halten, dagegen stark gesunken.

Am groessten war die Unzufriedenheit bei konkreten Themen. Im Median lehnten 85 Prozent der Befragten in den zehn europaeischen Laendern Trumps Umgang mit Groenland und den Zoellen ab, den beiden Themen, die die meiste Kritik hervorriefen. Auch grosse Mehrheiten wandten sich gegen seinen Kurs in den Kriegen in der Ukraine und im Iran, was das Bild einer tiefen Unzufriedenheit mit der Aussenpolitik der Regierung abrundete. Die Breite der Ablehnung deutet darauf hin, dass die Spannungen in konkreten Entscheidungen wurzeln und nicht bloss in der Person des Praesidenten.

Unter den Schlagzeilenzahlen offenbarte die Umfrage eine klare politische Spaltung innerhalb Europas selbst. Trump blieb bei jenen Europaeern beliebter, die rechtspopulistischen Parteien wohlgesonnen sind, etwa bei den Anhaengern der italienischen Fratelli d'Italia, als in der breiten Oeffentlichkeit. Doch selbst in dieser wohlwollenderen Gruppe ist das Vertrauen in den amerikanischen Praesidenten gegenueber frueheren Werten gesunken. Das Muster deutet darauf hin, dass Trumps Ansehen in Europa zunehmend an innenpolitische Lager gebunden ist und nicht an eine breite transatlantische Basis.

Die Schlussfolgerungen stuetzen sich auf eine ungewoehnlich grosse Datenbasis. Das Pew Research Center gab an, zwischen dem 8. Februar und dem 13. Mai 2026 insgesamt 42 151 Erwachsene in 36 Laendern befragt zu haben, was den Ergebnissen ein breites internationales Fundament verleiht und Vergleiche der Haltungen gegenueber den USA weltweit ermoeglicht. Dieser Umfang unterstreicht den Befund, dass die Skepsis gegenueber Washington nicht auf einige wenige Hauptstaedte beschraenkt ist. Am Vorabend des 250. Geburtstags Amerikas verleiht der Zeitpunkt den Zahlen zusaetzliches Gewicht und legt nahe, dass grosse Teile Europas den Meilenstein eher mit Misstrauen als mit Feierlaune begehen und die USA unter Trump als weniger verlaesslichen Partner betrachten als in der juengeren Vergangenheit.

Loading article...