Im Roten Meer hat sich ein neuer Angriff auf die Handelsschifffahrt ereignet. Nach Angaben von Euronews teilten die jemenitischen Huthi-Rebellen am Montag mit, dass sie einen saudischen Öltanker im Roten Meer getroffen haben. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Attacken ein, die die Sicherheit einer der wichtigsten Seehandelsrouten der Welt zunehmend belasten.
Der Angriff ereignete sich in unmittelbarer Nähe einer bedeutenden saudischen Hafenstadt. Laut Euronews fand die Attacke rund 63 Seemeilen westlich der am Roten Meer gelegenen Stadt Yanbu statt. Die zuständige Handelsorganisation teilte in diesem Zusammenhang mit, dass bislang keine Opfer gemeldet wurden.
Der jüngste Angriff steht nicht für sich allein, sondern fügt sich in ein größeres Muster ein. Nach Darstellung von Euronews haben die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen in den vergangenen Wochen wiederholt saudische Tanker angegriffen und verfolgen zugleich eine Seeblockade der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab.
Auf die anhaltenden Angriffe hat Saudi-Arabien reagiert. Laut Euronews hat Riad seither Luftangriffe auf militärische Stellungen und Infrastruktur der Huthis geflogen, womit die Auseinandersetzung zwischen den beiden Seiten weiter an Schärfe gewonnen hat und sich der Konflikt zunehmend auf die Region am Roten Meer ausweitet.
Die betroffene Meerenge ist von erheblicher strategischer Bedeutung für den Welthandel. Nach Angaben von Euronews verbindet die Bab al-Mandab das südliche Rote Meer mit dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean; über diese Route wird rund 12 Prozent des weltweiten Seehandels abgewickelt, weshalb Störungen dort weitreichende Folgen haben können.
Angesichts der wiederholten Zwischenfälle setzt Riad auch auf internationale Zusammenarbeit. Laut Euronews kündigte Saudi-Arabien im vergangenen Monat eine neue multinationale maritime Verteidigungskoalition mit 14 Ländern an, deren erklärtes Ziel es ist, die Schifffahrt im Roten Meer wirksamer zu schützen.
Damit fügt sich der Angriff auf den saudischen Öltanker in ein Muster wachsender Spannungen im Roten Meer ein. Während die Huthis ihre Blockade der Meerenge Bab al-Mandab fortsetzen und Riad mit Luftangriffen sowie einer internationalen Koalition antwortet, bleibt eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt einem erhöhten Risiko ausgesetzt, wie Euronews berichtet.
