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Culinary Grand Tour: Wenn der Herbst zum Food-Festival wird

Margrith Meier Margrith Meier margrithmeier.avalw.com Respect0 Save Share Read only
READS0live count PUBLISHED9 Oct2026 READING TIME3 min594 words LANGUAGEGerman
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Wie die Culinary Grand Tour den Schweizer Herbsttourismus kulinarisch neu erfindet.

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Am 5. Oktober waren im Zürcher Kaufleuten mehr als 500 Gäste versammelt, um zu schmecken, zu reden und sich zu vernetzen. Es war die Premiere der Culinary Grand Tour als physische Veranstaltung, organisiert von Schweiz Tourismus in Zusammenarbeit mit dem Medienunternehmen Monocle.

Das Besondere: Dieses Event ist nicht einfach ein weiteres Gastro-Treffen. Es ist die logische Fortsetzung einer YouTube-Serie, die seit drei Jahren durchs Land reist und regionale Spezialitäten ins Licht rückt. Nun wurde das digitale Format in einen konkreten Abend verwandelt, der Produzenten und Gastronomen direkt gegenüberbringt.

Von YouTube in den Ballsaal

Die Culinary Grand Tour of Switzerland ist kein unbekanntes Format. Noah Bachofen und Nico Franzoni haben seit drei Jahren 13 Folgen produziert, in denen sie die kulinarische Schweiz bereisen. Ihr Fokus liegt klar auf dem jüngeren Publikum, das sonst oft von klassischen Tourismus-Angeboten abgemalt wird.

Nun hat sich das Format erweitert. Aus dem Bildschirm ist der Ballraum im Kaufleuten geworden. Die Gäste konnten dort Weine, Käse und Schokolade degustieren, direkt mit den Menschen hinter den Produkten sprechen. Es ist ein direkter Draht, der sonst oft fehlt.

Die Aufzeichnung der Gesprächsrunde für die Sendung «The Entrepreneurs» zeigt, dass dieses Event auch über die Schweiz hinausstrahlt. Es ist kein rein lokales Happening, sondern ein Teil einer grösseren Strategie.

Regionale Spezialitäten stehen im Zentrum der Degustation.
Regionale Spezialitäten stehen im Zentrum der Degustation.

Der Herbst als Reisezeit

Schweiz Tourismus verfolgt mit diesem Event ein klares Ziel: den Herbsttourismus stärken. Der Sommer ist voll, aber der Herbst? Der wird oft unterschätzt. Dabei bietet er genau die Kulinarik, die aktuell so gefragt ist.

Die Weinlese in den Kellern, der Fribourger Bénichon, die Kastanienmärkte im Tessin. All diese Traditionen werden als zusätzliche Reiseanlässe positioniert. Es geht nicht nur um Essen, sondern um Erlebnisse, die man im Herbst besser geniessen kann als im Hochsommer.

Die Veranstaltung im Kaufleuten ist ein Baustein dieser Strategie. Sie zeigt, wie digitale Inhalte und physische Erlebnisse zusammenspielen können, um neue Zielgruppen zu erreichen.

Noah Bachofen und Nico Franzoni berichten von ihren Reisen.
Noah Bachofen und Nico Franzoni berichten von ihren Reisen.

Wer spricht über die Zukunft der Gastronomie?

Die Gesprächsrunde war prominent besetzt. Beat Imhof, Präsident von GastroSuisse, diskutierte mit Spitzenkoch Silvio Germann. Dazu kamen Winzerin Anne-Claire Schott und Produzent Georges Stähli. Vier Perspektiven, die zusammen ein ganzes Bild der Schweizer Gastronomie zeichnen.

Imhof sprach über die strukturellen Herausforderungen, während Germann aus der Küche berichtete. Schott und Stähli brachten die Produzenten-Perspektive ein. Diese Mischung ist selten, und genau deshalb wertvoll.

Die Aufzeichnung für «The Entrepreneurs» sorgt dafür, dass diese Gedanken nicht im Saal verbleiben, sondern ein breiteres Publikum erreichen. Das ist klug gedacht.

Winzerin Anne-Claire Schott diskutiert über die Zukunft des Weins.
Winzerin Anne-Claire Schott diskutiert über die Zukunft des Weins.

Produzenten im Fokus

Im Ballsaal standen die Produkte im Zentrum. Schweizer Weine, Käse, Schokolade. Aber noch wichtiger: die Menschen, die sie herstellen. Die Gäste konnten nicht nur probieren, sondern auch Fragen stellen, Hintergrundwissen bekommen, Beziehungen knüpfen.

Das ist der Kern der Culinary Grand Tour. Es geht nicht um anonyme Ware, sondern um Geschichten. Um die Hände, die den Käse formen, um die Reben, die den Wein tragen. Diese Personalisierung macht den Unterschied.

Für die Produzenten ist das eine Chance, sich direkt an Endverbraucher zu wenden, ohne den Umweg über den Grosshandel. Für die Gastronomie ist es eine Quelle für neue Ideen und Partnerschaften.

Was das für die Schweiz bedeutet

Die Schweiz hat ein Imageproblem im Tourismus. Sie wird oft als teuer und statisch wahrgenommen. Die Culinary Grand Tour versucht, genau das zu verändern. Sie zeigt eine Schweiz, die lebendig ist, die Geschichten hat, die schmeckt.

Indem sie den Herbst als Reisezeit positioniert, schafft sie einen neuen Markt. Nicht nur für die Gastronomie, sondern für die ganze Lieferkette. Vom Winzer bis zum Gastronomen, vom Produzenten bis zum Besucher.

Die Premiere im Kaufleuten war ein Erfolg. Jetzt kommt es darauf an, wie dieses Format weiterwächst, wie es in andere Städte gebracht wird, wie es die digitale und die physische Welt verbindet. Die Culinary Grand Tour ist erst am Anfang.

Häufige Fragen

Wer hat die Culinary Grand Tour im Kaufleuten organisiert und wer waren die Hauptredner der Gesprächsrunde?

Schweiz Tourismus und das Medienunternehmen Monocle haben die Premiere der Culinary Grand Tour im Zürcher Kaufleuten organisiert. Die moderierte Diskussion wurde von Beat Imhof, Silvio Germann, Anne-Claire Schott und Georges Stähli bestritten.

Wie viele Gäste besuchten die Premiere der Culinary Grand Tour und wann fand das Event statt?

Am 5. Oktober versammelten sich im Zürcher Kaufleuten mehr als 500 Gäste zur ersten physischen Ausgabe der Culinary Grand Tour. Die Veranstaltung markierte den Übergang des Formats von einer YouTube-Serie zu einem konkreten Live-Erlebnis.

Welche Produkte konnten die Besucher bei der Culinary Grand Tour degustieren?

Die Gäste hatten die Möglichkeit, Schweizer Weine, Käse und Schokolade zu probieren. Neben dem Genuss standen direkte Gespräche mit den Produzenten und Gastronomen im Mittelpunkt des Abends.

Warum positioniert Schweiz Tourismus den Herbst als attraktive Reisezeit?

Der Herbst wird oft unterschätzt, bietet aber spezifische kulinarische Traditionen wie die Weinlese, den Fribourger Bénichon und Kastanienmärkte im Tessin. Diese Erlebnisse werden als zusätzliche Reiseanlässe genutzt, um die Nachfrage in der Nebensaison zu stärken.

Wie unterscheidet sich die Culinary Grand Tour von klassischen Tourismus-Angeboten?

Das Format richtet sich gezielt an ein jüngeres Publikum, das von traditionellen Angeboten oft abgemalt wird. Es verbindet digitale Inhalte mit physischen Erlebnissen und betont die persönlichen Geschichten hinter den Produkten statt nur anonyme Waren.

Welche Rolle spielt die Aufzeichnung für die Sendung «The Entrepreneurs» im Konzept der Culinary Grand Tour?

Die Aufzeichnung sorgt dafür, dass die Inhalte der Gesprächsrunde ein breiteres Publikum erreichen als nur die Anwesenden im Saal. Dies erweitert die Reichweite des Events über die Schweiz hinaus und unterstützt die internationale Sichtbarkeit der Marke.

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Margrith Meier 2026-10-09 · 3 min read · 0 reads
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