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Der Immobilienmarkt erholt sich: Warum die Preise 2026 wieder anziehen

Marie Koch Marie Koch mariekoch.avalw.com · 288 reads Respect0 Save Share Read only
READS30live count PUBLISHED22 Sept2026 READING TIME3 min611 words LANGUAGEGerman
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Nach zwei Jahren der Korrektur steigen die Immobilienpreise in Deutschland wieder moderat. Was hinter der Trendwende steckt und worauf Käufer jetzt achten sollten.

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Wer in den vergangenen Jahren mit dem Gedanken gespielt hat, eine Immobilie zu kaufen, erlebte eine turbulente Zeit. Nach einer Phase steigender Zinsen und sinkender Preise deutet nun vieles auf eine Trendwende hin. Im Jahr 2026 erholt sich der deutsche Immobilienmarkt spürbar, und die Preise ziehen an vielen Orten wieder an.

Das Ende der Korrektur

Nach rund zwei Jahren, in denen die Preise nachgegeben hatten, spricht das Institut der deutschen Wirtschaft inzwischen von einem stabilisierten Preisaufschwung. Der Markt befindet sich also in einer Phase der moderaten, breit angelegten Erholung. Die Zeiten deutlich fallender Preise scheinen damit vorerst vorbei zu sein, auch wenn das Tempo verhalten bleibt.

Was die Zahlen zeigen

Ein Blick auf den Europace Hauspreisindex verdeutlicht die Entwicklung. Im August 2026 lagen die Preise für neu gebaute Häuser bei durchschnittlich rund 583.000 Euro, ein Plus von etwa 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bestandshäuser kosteten im Schnitt rund 378.000 Euro, während Eigentumswohnungen bei etwa 287.000 Euro lagen.

Mieten steigen schneller

Noch dynamischer als die Kaufpreise entwickeln sich die Mieten. In den Städten legten die Angebotsmieten zuletzt spürbar zu, im Vergleich zum Vorjahr um mehrere Prozent. Für viele Menschen verschärft das die ohnehin angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt und macht die eigene Immobilie zumindest langfristig zu einer überlegenswerten Alternative zur Miete.

Teures Bauen

Ein wichtiger Grund für die hohen Preise sind die stark gestiegenen Baukosten. Diese haben sich in den vergangenen zwanzig Jahren mehr als verdoppelt. Kostete der Quadratmeter im Neubau im Jahr 2005 noch rund 1.233 Euro, waren es 2024 bereits etwa 2.611 Euro. Diese Entwicklung schlägt sich unmittelbar in den Preisen für neue Häuser und Wohnungen nieder.

Zu wenig Nachschub

Hinter der anhaltend hohen Nachfrage steckt vor allem ein strukturelles Problem: In Deutschland wird zu wenig gebaut. Der historisch schwache Neubau trifft auf einen großen Bedarf an Wohnraum, besonders in großen Städten und deren Umland. Dieses Ungleichgewicht aus starker Nachfrage und knappem Angebot hält den Druck auf die Preise dauerhaft aufrecht.

Stadt gegen Land

Vor allem in den Städten ziehen die Preise für Wohnungen wieder an, während der ländliche Raum entspannter bleibt (Symbolbild)
Vor allem in den Städten ziehen die Preise für Wohnungen wieder an, während der ländliche Raum entspannter bleibt (Symbolbild)

Wie so oft lohnt sich ein differenzierter Blick, denn die Entwicklung verläuft nicht überall gleich. Die Preisanstiege konzentrieren sich vor allem auf die größeren Städte und deren Speckgürtel. Auf dem Land dagegen bleibt die Lage deutlich entspannter. Wer flexibel ist und ländliche Regionen in Betracht zieht, kann dort mitunter noch echte Schnäppchen finden.

Chancen bei Bestandsimmobilien

Interessant ist die Lage bei gebrauchten Immobilien. Fachleute weisen darauf hin, dass Bestandsobjekte durchaus Verhandlungsspielraum bieten können. Allerdings sollten Käufer die oft nötigen Sanierungskosten von Anfang an einkalkulieren. Eine ältere, günstig erworbene Immobilie kann durch anstehende Modernisierungen am Ende teurer werden als zunächst gedacht.

Der Blick nach vorn

Was die Zukunft bringt, lässt sich nie mit Sicherheit sagen. Fachleute rechnen für den weiteren Verlauf des Jahres jedoch mit moderat steigenden oder zumindest anhaltend hohen Preisen. Eine erneute große Korrektur nach unten gilt derzeit als unwahrscheinlich, solange das grundlegende Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage bestehen bleibt.

Worauf Käufer achten sollten

Für alle, die einen Kauf planen, bleibt Sorgfalt das oberste Gebot. Eine solide Finanzierung, ausreichend Eigenkapital und ein realistischer Blick auf die eigenen Möglichkeiten sind entscheidend. Es empfiehlt sich zudem, verschiedene Angebote gründlich zu vergleichen und Lage, Zustand sowie mögliche Folgekosten einer Immobilie genau unter die Lupe zu nehmen.

Kaufen oder mieten

Eine Frage, die sich viele stellen, lautet nach wie vor: kaufen oder lieber mieten? Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn sie hängt stark von der persönlichen Lebenssituation ab. Wer langfristig plant und über ausreichend Eigenkapital verfügt, für den kann der Kauf sinnvoll sein. Wer hingegen flexibel bleiben möchte oder häufiger umzieht, ist mit der Miete oft besser beraten.

Der Immobilienmarkt bleibt damit ein spannendes, aber auch anspruchsvolles Feld. Die Erholung eröffnet Chancen, verlangt aber ein überlegtes Vorgehen. Wer sich gut informiert, geduldig sucht und nicht überstürzt handelt, hat weiterhin gute Aussichten, den passenden Ort für die eigenen vier Wände zu finden, ob in der lebendigen Stadt oder im ruhigen Grünen.

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Marie Koch 2026-09-22 · 3 min read · 30 reads
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