Statt Geld auf dem Konto liegen zu lassen, legen immer mehr Menschen Monat für Monat kleine Beträge automatisch in breit gestreute Indexfonds an. Ein Blick auf den Reiz und die Grenzen dieser Anlageform.
Lange Zeit galt in vielen Haushalten eine einfache Regel: Wer etwas übrig hatte, brachte es zur Bank und ließ es dort auf einem Sparkonto liegen. Sicher sollte es sein, und mehr wurde oft gar nicht erwartet. Doch in Zeiten sehr niedriger Zinsen hat diese vertraute Gewohnheit für viele Menschen spürbar an Reiz verloren.
An ihre Stelle tritt zunehmend eine andere Art, mit dem eigenen Geld umzugehen. Immer mehr Menschen legen regelmäßig kleine Beträge in breit gestreute Fonds an, ganz automatisch und Monat für Monat. In diesem Beitrag schauen wir uns an, was hinter dieser Entwicklung steckt und worauf man dabei achten sollte.
Was ein Sparplan überhaupt ist
Im Kern ist ein solcher Sparplan schnell erklärt. Man legt einen festen Betrag fest, der Monat für Monat automatisch angelegt wird, etwa in einen Fonds, der einen ganzen Aktienindex nachbildet. Statt einzelne Wertpapiere mühsam selbst auszuwählen, setzt man auf einen breiten Korb aus vielen Unternehmen auf einmal.
Der Betrag kann dabei bewusst klein gehalten werden. Schon mit einer überschaubaren Summe im Monat lässt sich beginnen, und die Höhe kann meist jederzeit angepasst oder auch pausiert werden. Weil das Ganze automatisch abläuft, muss man sich nach der einmaligen Einrichtung im Alltag kaum noch darum kümmern.
Der Reiz der Einfachheit
Gerade diese Bequemlichkeit ist einer der größten Vorzüge. Man richtet den Sparplan einmal ein und lässt ihn danach im Hintergrund laufen, ohne ständig auf die Kurse schauen zu müssen. Dieses ruhige, gelassene Vorgehen nimmt vielen Menschen die Scheu, die sie zuvor vor dem Thema Geldanlage empfunden haben.
Hinzu kommt, dass die Kosten für solche breit gestreuten Fonds oft angenehm niedrig ausfallen und viele Anbieter die regelmäßige Ausführung sogar gebührenfrei anbieten. Auch die breite Streuung über viele Unternehmen hinweg sorgt dafür, dass man sein Geld nicht auf eine einzige Karte setzt, sondern das Risiko auf viele Schultern verteilt.
Millionen ziehen mit

Dass diese Anlageform einen Nerv trifft, zeigen die Zahlen sehr deutlich. Inzwischen nutzen viele Millionen Menschen im Land einen solchen regelmäßigen Sparplan, und ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren geradezu sprunghaft gewachsen. Was einst wenigen vorbehalten schien, ist längst in der breiten Bevölkerung angekommen.
Auch die Summen, die auf diesem Weg angelegt werden, haben zuletzt neue Höchststände erreicht. Umfragen deuten zudem darauf hin, dass rund die Hälfte der Menschen vorhat, in nächster Zeit mit einem solchen Sparplan zu beginnen, darunter viele, die zuvor noch nie angelegt haben. Der Trend dürfte also noch länger anhalten.
Geduld und ein langer Atem
Bei aller Begeisterung sollte man jedoch eines nicht vergessen: Wer in Aktienfonds anlegt, muss mit Schwankungen rechnen. Die Kurse können zwischenzeitlich deutlich fallen, und niemand kann künftige Entwicklungen mit Sicherheit vorhersagen. Ein Sparplan eignet sich daher vor allem für Ziele, die weit in der Zukunft liegen.
Wichtig ist, nur Geld einzusetzen, das man über viele Jahre hinweg nicht benötigt, und in unruhigen Phasen die Ruhe zu bewahren. Wer Geduld mitbringt und einen langen Atem hat, für den kann der regelmäßige Sparplan ein bequemer und nachvollziehbarer Weg sein, um Schritt für Schritt etwas aufzubauen.

Keep subscribing to Markus VogtHer next filing reaches you the moment it publishes, on her own subdomain.
Subscribe
