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Sonnenstrom auf Rekordkurs: Deutschlands Ökostrom-Bilanz für 2025

Maximilian Hoffmann Maximilian Hoffmann maximilianhoffmann.avalw.com · 302 reads Respect0 Save Share Read only
READS26live count PUBLISHED21 Sept2026 READING TIME3 min652 words LANGUAGEGerman
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Erneuerbare Energien deckten 2025 rund 56 Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Vor allem die Photovoltaik erreichte neue Höchstwerte, während Wind und Wasserkraft wetterbedingt schwächelten.

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Die Energiewende in Deutschland macht weiter Fortschritte, auch wenn das Tempo im Jahr 2025 etwas verhaltener ausfiel. Rund die Hälfte des Stroms im Land stammt inzwischen aus erneuerbaren Quellen, und ein Energieträger sticht dabei besonders hervor: die Sonne. Die Bilanz des Jahres zeigt eindrucksvoll, wie stark die Photovoltaik das deutsche Stromsystem verändert.

Rund 56 Prozent Ökostrom

Der zentrale Wert lässt aufhorchen. Nach Angaben der Branchenverbände deckten erneuerbare Energien im Jahr 2025 etwa 55,8 Prozent des gesamten Bruttostromverbrauchs in Deutschland. Das ist ein Anstieg von rund 0,7 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr und bestätigt den Trend, dass sauberer Strom längst zum Rückgrat der Versorgung geworden ist.

Bezogen auf die reine Stromerzeugung liegt der Anteil sogar noch etwas höher, bei knapp 58 Prozent. Insgesamt lieferten die erneuerbaren Quellen im Jahresverlauf rund 288,7 Milliarden Kilowattstunden. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Erneuerbaren in Deutschland nicht länger eine Ergänzung, sondern die tragende Säule der Stromproduktion darstellen.

Der Blick auf die Gesamterzeugung unterstreicht die Dimension des Wandels. Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2025 rund 498,9 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt, ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Dass davon deutlich mehr als die Hälfte aus erneuerbaren Quellen stammt, wäre noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen und zeigt das rasante Tempo der Entwicklung.

Die Sonne im Aufwind

Photovoltaikanlagen liefern in Deutschland immer größere Strommengen und tragen die Energiewende maßgeblich mit (Symbolbild).
Photovoltaikanlagen liefern in Deutschland immer größere Strommengen und tragen die Energiewende maßgeblich mit (Symbolbild).

Der eigentliche Motor des Wachstums war 2025 die Photovoltaik. Die Erzeugung von Solarstrom stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 18,7 Prozent an, von etwa 76,6 auf beeindruckende 91,0 Milliarden Kilowattstunden. Möglich wurde dies durch einen kräftigen Zubau neuer Anlagen, denn allein in diesem Jahr kamen mehr als 17 Gigawatt an neuer Solarleistung hinzu.

Besonders in den Sommermonaten drehte die Sonne richtig auf. Zwischen April und August lieferte die Photovoltaik durchgehend mehr als zehn Milliarden Kilowattstunden pro Monat. Im zweiten Quartal erreichten die erneuerbaren Energien insgesamt sogar einen Anteil von rund 67,5 Prozent an der Stromerzeugung, den höchsten jemals gemessenen Quartalswert seit Beginn der Aufzeichnungen.

Wind und Wasser schwächeln

Nicht alle Erneuerbaren konnten jedoch zulegen. Die Windkraft an Land verzeichnete wetterbedingt einen Rückgang von etwa 5,2 Prozent und kam auf rund 107 Milliarden Kilowattstunden. Bemerkenswert ist dabei ein Widerspruch: Obwohl weniger Strom erzeugt wurde, wuchs die installierte Leistung an Land kräftig, mit einem Zubau von rund 5,2 Gigawatt.

Noch deutlicher fiel der Rückgang bei der Wasserkraft aus. Aufgrund unterdurchschnittlicher Niederschläge sank ihre Erzeugung um rund 24 Prozent auf etwa 16,2 Milliarden Kilowattstunden. Auch die Offshore-Windkraft auf hoher See blieb mit rund 26 Milliarden Kilowattstunden nahezu unverändert. Das Wetter erwies sich somit als entscheidender, aber unberechenbarer Faktor.

Die Tücken des Wetters

Die Bilanz 2025 zeigt ein Grundproblem der Energiewende in aller Deutlichkeit. Erneuerbare Energien sind stark von den Launen des Wetters abhängig: Ein schwaches Windjahr oder eine Trockenperiode können die Erzeugung spürbar drücken. In diesem Fall glich der Boom der Photovoltaik die Rückgänge bei Wind und Wasser weitgehend aus, doch garantiert ist ein solcher Ausgleich nicht.

Genau hier liegt eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre. Um Schwankungen abzufedern, gewinnen Speichertechnologien und ein leistungsfähiges Stromnetz immer mehr an Bedeutung. Nur wenn überschüssiger Solarstrom aus dem Sommer gespeichert und flexibel verteilt werden kann, lässt sich eine stabile Versorgung auch in dunklen und windstillen Zeiten sicherstellen.

Warum das wichtig ist

Der Ausbau der Erneuerbaren ist weit mehr als eine technische Statistik. Er ist zentral für die Klimaziele Deutschlands, da jede Kilowattstunde sauberer Strom fossile Energieträger ersetzt und den Ausstoß von Treibhausgasen senkt. Zugleich verringert er die Abhängigkeit von importierten Brennstoffen und stärkt langfristig die Versorgungssicherheit des Landes.

Blickt man über den Stromsektor hinaus, wird jedoch deutlich, wie viel Arbeit noch bevorsteht. Am gesamten Energieverbrauch, der auch Wärme und Verkehr umfasst, lag der Anteil der Erneuerbaren 2025 erst bei rund 23,8 Prozent, wenn auch mit steigender Tendenz. Gerade in diesen Bereichen bleibt das Potenzial für sauberere Lösungen noch ausgesprochen groß.

Zusammengefasst markiert 2025 ein weiteres Etappenziel auf einem langen Weg. Die erneuerbaren Energien behaupten ihre führende Rolle, die Sonne setzt neue Maßstäbe, und zugleich werden die offenen Baustellen sichtbar. Der weitere Erfolg der Energiewende wird davon abhängen, wie gut Deutschland Erzeugung, Speicherung und Netze in Einklang bringt.

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Maximilian Hoffmann 2026-09-21 · 3 min read · 26 reads
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