Ab Oktober reicht die Sonne in Deutschland kaum noch aus, um Vitamin D zu bilden. Was das für das Immunsystem im Winter bedeutet , und wie eine bewusste Ernährung den Körper unterstützen kann.
Mit dem Herbst verändert sich in Deutschland nicht nur das Wetter, sondern auch etwas, das die wenigsten bewusst wahrnehmen: die Fähigkeit des Körpers, Vitamin D selbst zu bilden. Sobald die Sonne tiefer steht und die Tage kürzer werden, gerät ein wichtiger Teil unserer Versorgung ins Stocken.
Vitamin D gilt als besonderer Nährstoff, denn der Körper kann ihn mithilfe von Sonnenlicht selbst herstellen. Doch genau hier liegt im Herbst das Problem. Berichten zufolge endet in Deutschland die Jahreszeit, in der diese Eigenproduktion zuverlässig funktioniert, etwa im Oktober.
Wenn die Sonne nicht mehr ausreicht
Der Grund liegt im Stand der Sonne. Berichten zufolge kann die Haut vor allem zwischen dem Frühjahr und dem Herbst – grob gesagt von März bis Oktober – genügend Vitamin D bilden. In den Monaten danach steht die Sonne zu niedrig, und ihre Strahlung reicht nicht mehr aus, um die körpereigene Produktion zuverlässig in Gang zu halten.
Das bedeutet: Über den Winter zehrt der Körper vor allem von den Reserven, die er sich in den helleren Monaten angelegt hat. Wer im Sommer wenig Zeit im Freien verbracht hat, startet entsprechend mit einem knapperen Vorrat in die dunkle Jahreszeit.
Ein verbreiteter Mangel
Dass viele Menschen in Deutschland nicht optimal versorgt sind, ist keine neue Erkenntnis. Berichten zufolge weist im Herbst ein beträchtlicher Anteil der Erwachsenen einen zu niedrigen Vitamin-D-Wert auf. Mit fortschreitendem Winter kann sich diese Lage weiter zuspitzen.
Betroffen sind keineswegs nur bestimmte Gruppen. Gerade wer viel in Innenräumen arbeitet, sich selten draußen aufhält oder die Haut stets bedeckt, hat ein erhöhtes Risiko. Die gute Nachricht ist: Mit etwas Aufmerksamkeit lässt sich der eigene Lebensstil anpassen.
Die Verbindung zum Immunsystem
Besondere Bedeutung gewinnt das Thema, weil der Herbst zugleich den Beginn der Erkältungs- und Grippezeit markiert. Berichten zufolge spielt Vitamin D eine Rolle für die Abwehrkräfte des Körpers. Ein ausgeglichener Haushalt kann das Immunsystem also in einer Phase unterstützen, in der es besonders gefordert ist.
Vitamin D steht dabei nicht allein. Auch andere Nährstoffe wie Vitamin C und Zink werden häufig mit der Abwehr in Verbindung gebracht. Es geht also weniger um ein einzelnes Wundermittel als um ein Zusammenspiel vieler Faktoren – von der Ernährung bis zum Schlaf.
Was auf den Teller gehört

Ein Teil der Lösung liegt auf dem Teller. Bestimmte Lebensmittel gelten als besonders reich an Vitamin D, darunter fetter Fisch wie Lachs oder Hering sowie Eier und bestimmte Pilze. Sie können einen Beitrag leisten, auch wenn die Ernährung allein den Bedarf im Winter oft nicht vollständig deckt.
Darüber hinaus lohnt der Blick auf eine insgesamt bunte, abwechslungsreiche Kost. Zitrusfrüchte und Gemüse liefern Vitamin C, Nüsse und Hülsenfrüchte steuern Zink bei, und Joghurt mit seinen Milchsäurebakterien wird häufig mit einer gesunden Darmflora in Verbindung gebracht. Wer vielfältig isst, unterstützt den Körper auf mehreren Ebenen zugleich.
Bewegung und Licht im Alltag
Neben der Ernährung zählt der Alltag. Schon ein täglicher Spaziergang im Freien, besonders um die Mittagszeit, bringt Licht und Bewegung zusammen. Auch wenn die Sonne im Winter schwächer ist, tut der Aufenthalt an der frischen Luft Körper und Geist erfahrungsgemäß gut.
Ebenso wichtig sind ausreichend Schlaf und ein guter Umgang mit Stress. Ein Körper, der sich erholen kann, ist widerstandsfähiger. Diese einfachen Gewohnheiten kosten wenig und lassen sich leicht in den Tag einbauen – gerade in einer Zeit, in der sich viele antriebslos fühlen.
Im Zweifel fachlich nachfragen
Wer unsicher ist, ob die eigene Versorgung ausreicht, sollte den Rat von Fachleuten einholen. Ob und in welchem Umfang eine zusätzliche Einnahme sinnvoll ist, hängt von vielen individuellen Umständen ab und lässt sich am besten mit einer ärztlichen Einschätzung klären. Von einer Einnahme hoher Dosen auf eigene Faust ist eher abzuraten.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt oder an eine Apotheke.
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