Der Einsatz von künstlicher Intelligenz in deutschen Unternehmen hat sich laut einer aktuellen Bitkom-Studie binnen eines Jahres mehr als verdoppelt. Doch viele Firmen kämpfen weiter mit Datenschutz, Kosten und fehlenden Fachkräften.
Künstliche Intelligenz ist in der deutschen Wirtschaft endgültig aus der reinen Zukunftsdebatte herausgetreten und im ganz konkreten Arbeitsalltag angekommen. Eine aktuelle Erhebung zeigt nun, wie rasant die Technologie in den Unternehmen des Landes an Boden gewinnt.
Die Zahlen einer neuen Studie zeichnen ein ausgesprochen deutliches Bild dieser Entwicklung. Laut der aktuellen Bitkom-Studie hat sich der Umgang deutscher Firmen mit der Technologie binnen kurzer Zeit spürbar gewandelt, sowohl in der Breite des Einsatzes als auch in der Bewertung ihrer Bedeutung.
Der Einsatz hat sich mehr als verdoppelt
Der zentrale Befund der Untersuchung betrifft die schiere Verbreitung der Technologie. Laut der Bitkom-Studie setzen inzwischen 41 Prozent der Unternehmen künstliche Intelligenz aktiv ein, nachdem es im Vorjahr erst 17 Prozent gewesen waren, was mehr als eine Verdopplung innerhalb eines einzigen Jahres bedeutet.
Auch der Blick nach vorn fällt bei den Betrieben bemerkenswert aus. Laut der Erhebung planen oder diskutieren weitere 48 Prozent der Unternehmen einen Einsatz der Technologie, während lediglich 11 Prozent den Einsatz von künstlicher Intelligenz für sich grundsätzlich und ausdrücklich ablehnen.
Große Konzerne sind Vorreiter
Zwischen den einzelnen Unternehmen zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede je nach Größe. Laut der Bitkom-Studie liegt der Anteil der aktiven Nutzer bei den großen Konzernen mit mindestens fünfhundert Beschäftigten bei über 60 Prozent und damit spürbar höher als im Durchschnitt aller befragten Betriebe.
Auch bei der eigenen Einschätzung offenbart sich ein gespaltenes Bild der Wirtschaft. Laut der Erhebung halten sich 30 Prozent der Unternehmen selbst für Vorreiter beim Thema künstliche Intelligenz, während sich zugleich 62 Prozent eher als Nachzügler einordnen und damit einen gewissen Rückstand einräumen.
Wo die Technologie zum Einsatz kommt

Interessant ist auch die Frage, in welchen Bereichen die Unternehmen künstliche Intelligenz tatsächlich nutzen. Laut der Bitkom-Studie kommt sie mit 38 Prozent am häufigsten in Marketing und Vertrieb zum Einsatz, dicht gefolgt von der Verwaltung und der IT mit einem Anteil von 30 Prozent.
Weitere Anwendungsfelder verteilen sich auf spezialisiertere Bereiche innerhalb der Betriebe. Laut der Erhebung setzen 16 Prozent der Firmen die Technologie in der Softwareentwicklung ein, und weitere 12 Prozent nutzen sie im Bereich der Personalabteilung, dem sogenannten Human Resources.
Die wirtschaftliche Bedeutung wächst
Über die reine Verbreitung hinaus messen die Unternehmen der Technologie einen sehr hohen Stellenwert bei. Laut der Bitkom-Studie attestieren 86 Prozent der Befragten der künstlichen Intelligenz eine große wirtschaftliche Bedeutung, und 77 Prozent berichten von einer bereits verbesserten Wettbewerbsposition durch ihren Einsatz.
Auch beim konkreten Nutzen zeigt sich in der Studie ein positives Echo. Laut der Erhebung sehen 52 Prozent der Unternehmen einen messbaren Beitrag der Technologie zum Geschäftserfolg, und 66 Prozent geben an, ihren Einsatz künftig noch weiter ausbauen zu wollen.
Datenschutz und Fachkräfte als Hürden
Trotz des klaren Aufschwungs stehen die Unternehmen vor erheblichen Herausforderungen. Laut der Bitkom-Studie nennen 77 Prozent der Befragten den Datenschutz als größtes Hindernis, während 70 Prozent zugleich über einen spürbaren Mangel an geeigneten Fachkräften klagen.
Auch technische und ganz praktische Fragen bereiten den Firmen weiterhin Sorgen. Laut der Erhebung äußern 61 Prozent Bedenken hinsichtlich der technischen Sicherheit, und 43 Prozent geben an, für ihre konkreten Zwecke schlicht keine passenden Lösungen am Markt zu finden.
Höhere Kosten und erste Stellenstreichungen
Nicht immer erfüllt die Technologie dabei die in sie gesetzten wirtschaftlichen Erwartungen. Laut der Bitkom-Studie berichten 33 Prozent der Unternehmen, die künstliche Intelligenz einsetzen, dass sie teurer ausfällt als ursprünglich kalkuliert, was die anfängliche Euphorie ein Stück weit dämpft.
Zugleich hat die Technologie bereits sichtbare Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. Laut der Erhebung, die auf einer Befragung von 604 Unternehmen ab zwanzig Beschäftigten beruht, haben 19 Prozent der einsetzenden Firmen bereits Stellen abgebaut, was zeigt, dass der Wandel neben Chancen auch spürbare Umbrüche mit sich bringt.
Starke Berichterstattung zu Deutschland.
Guter Kontext rund um Deutschland.
Verfolge Deutschland und das hilft.
Gut gesagt.
Genau das.
Sehr richtig.

Keep following Lukas KrauseHer next filing reaches you the moment it publishes, on her own subdomain.
Follow