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Dunkle Jahreszeit, Hochsaison für Einbrecher: Wie sich Haushalte in Deutschland jetzt schützen können

Maximilian Klein Maximilian Klein maximilianklein.avalw.com · 208 reads Respect0 Save Share Read only
READS404live count PUBLISHED12 Sept2026 READING TIME3 min536 words LANGUAGEGerman
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Mit den kürzeren Tagen beginnt in Deutschland die Hochsaison für Einbrecher. Knapp 83.000 Wohnungseinbrüche zählte die Statistik zuletzt in einem Jahr. Doch fast jeder zweite Versuch scheitert schon heute, und mit einfachen Mitteln lässt sich das eigene Zuhause deutlich besser schützen.

Die Tage werden merklich kürzer, und schon am späten Nachmittag senkt sich die Dämmerung über die Straßen und Häuser. Was für viele Menschen den Beginn der gemütlichen Jahreszeit bedeutet, markiert zugleich den Start einer weniger schönen Hochsaison, nämlich jener der ungebetenen Gäste in den eigenen vier Wänden.

Hochsaison in der Dämmerung

In den Herbst- und Wintermonaten sind Einbrecherinnen und Einbrecher erfahrungsgemäß besonders aktiv unterwegs. Der Grund dafür ist so einfach wie einleuchtend: Die früh einsetzende Dunkelheit kommt den Tätern sehr entgegen, weil sie sich im Schutz der Nacht deutlich unbemerkter an Häuser und Wohnungen heranpirschen können.

Besonders heikel ist die Zeit rund um die Zeitumstellung Ende Oktober, wenn es plötzlich schon am frühen Abend finster ist. Viele Menschen befinden sich dann noch auf der Arbeit oder unterwegs, sodass ihre unbeleuchteten Wohnungen für potenzielle Einbrecher wie eine offene Einladung wirken können.

Die Zahlen im Überblick

Ein Blick in die aktuelle Kriminalstatistik zeigt das Ausmaß des Problems sehr deutlich. Bundesweit wurden zuletzt in einem einzigen Jahr knapp 83.000 Wohnungseinbrüche registriert. Die mit Abstand meisten Fälle entfielen dabei mit gut 10.000 Taten auf die Bundeshauptstadt Berlin, gefolgt von weiteren Großstädten.

Auch der finanzielle Schaden ist beträchtlich und erreichte zuletzt neue Höchstwerte. Pro vollendetem Einbruch lag er im Schnitt bei rund 3.850 Euro, was sich bundesweit auf einen Gesamtschaden von etwa 380 Millionen Euro pro Jahr summiert. Vor allem viele Städte im Westen der Republik sind stark betroffen.

Warum viele Versuche scheitern

Fenster und Türen sind die neuralgischen Punkte eines jeden Hauses. Stabile Beschläge, abschließbare Griffe und geschlossene Rollläden erschweren Einbrechern die Arbeit oft schon so sehr, dass sie vorzeitig aufgeben.
Fenster und Türen sind die neuralgischen Punkte eines jeden Hauses. Stabile Beschläge, abschließbare Griffe und geschlossene Rollläden erschweren Einbrechern die Arbeit oft schon so sehr, dass sie vorzeitig aufgeben.

Doch es gibt auch eine ausgesprochen gute Nachricht, die vielen Menschen Mut machen dürfte. Denn fast jeder zweite Einbruch bleibt heute bereits im Versuchsstadium stecken und wird gar nicht erst vollendet. Die Täter scheitern also immer häufiger und ziehen am Ende mit leeren Händen wieder von dannen.

Die Gründe für diese erfreuliche Entwicklung sind vor allem eine deutlich bessere Sicherungstechnik an Fenstern und Türen, eine aufmerksamere Nachbarschaft sowie eine allgemein gestiegene Sensibilität für das ganze Thema. Schon einfache mechanische Hürden reichen oft aus, damit Einbrecher nach wenigen Minuten frustriert aufgeben.

Fenster und Türen richtig sichern

Die wichtigsten Schwachstellen eines jeden Zuhauses sind und bleiben die Fenster und die Türen. Fachleute empfehlen daher einbruchhemmende Beschläge, stabile Zusatzschlösser sowie sogenannte Pilzkopfverriegelungen, die ein einfaches Aufhebeln wirksam verhindern. Gekippte Fenster hingegen gelten für Einbrecher praktisch als offen.

Auch die Haustür selbst verdient besondere Aufmerksamkeit, denn sie wird von vielen Menschen unterschätzt. Ein zusätzliches Querriegelschloss, ein stabiler Schließzylinder mit Aufbohrschutz und ein weiter Türspion erhöhen die Sicherheit spürbar. Wichtig ist es zudem, die Tür beim Verlassen stets vollständig abzuschließen und sich nicht allein auf die Klinke zu verlassen.

Anwesenheit clever vortäuschen

Ein weiterer bewährter Trick besteht darin, auch in Abwesenheit den Eindruck eines belebten Hauses zu erwecken. Zeitschaltuhren, die Lampen und Rollläden zu wechselnden Zeiten steuern, wirken oft Wunder. Ratsam ist es zudem, keine offensichtlichen Hinweise auf die eigene Abwesenheit zu geben, etwa durch einen überquellenden Briefkasten.

Gute Nachbarn als beste Alarmanlage

Am Ende bleibt eine aufmerksame und vertrauensvolle Nachbarschaft eine der wirksamsten Schutzmaßnahmen überhaupt, die es gibt. Wer ein Auge auf das Haus nebenan hat und im Zweifel bei verdächtigen Beobachtungen die Polizei verständigt, leistet einen unbezahlbaren Beitrag zur Sicherheit im gesamten Viertel.

Wer sein Zuhause noch besser wappnen möchte, kann sich zudem kostenlos von der polizeilichen Kriminalprävention beraten lassen. Denn der beste Einbruchschutz beginnt nicht erst in der dunklen Jahreszeit, sondern lange vorher, mit ein wenig Umsicht und den richtigen Vorkehrungen an der eigenen Haustür.

1 responses
Julia Bauer4 days ago

Wirklich nützlicher Beitrag über Einbruchschutz.

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Maximilian Klein 2026-09-12 · 3 min read · 404 reads
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