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Frontex richtet in Lissabon neues Grenzkommando für Iberien ein

Frontex richtet in Lissabon neues Grenzkommando für Iberien ein

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex hat in Lissabon eine neue Kommandoeinheit eingerichtet, die als Kontingent 5 die Grenzen Spaniens und Portugals überwacht. Mehr als 300 Beamte sollen das Festland, die Azoren und die Kanarischen Inseln sichern, Teil der härteren EU-Gangart gegen irreguläre Migration.

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex hat in dieser Woche in Lissabon eine neue Kommandoeinheit eingerichtet. Wie Euronews Deutsch berichtet, überwacht das sogenannte Kontingent 5 als regionales Kommando auf der iberischen Halbinsel die Grenzen Spaniens und Portugals und bündelt damit den Schutz einer der sensibelsten Außengrenzen der Europäischen Union.

Personell ist die Einheit breit aufgestellt. Mehr als 300 Beamte sollen die Sicherheit auf dem Festland sowie auf den Azoren und den Kanarischen Inseln verstärken. Diese Gebiete gelten als die maßgeblichen Einreisepunkte nach Europa im westlichen Mittelmeerraum, weshalb ihnen bei der Kontrolle besondere Bedeutung zukommt.

Angesichts der Erschwernisse, die verstärkte europäische Kontrollen bereits für Reisende mit sich gebracht haben, bemühte sich der Frontex-Direktor um Beruhigung. Die Grenzkontrollen an den Flughäfen dürften in naher Zukunft keinen Anlass zu erhöhter Sorge geben, betonte er mit Blick auf die Reisenden.

In Portugal sind die Auswirkungen bereits konkret spürbar. Die Einsatzkräfte des Landes wurden schon durch 25 Frontex-Beamte verstärkt, und schon bald könnten es an den Flughäfen bis zu 60 sein. Damit wächst die Präsenz der Agentur an den portugiesischen Kontrollpunkten deutlich an.

Für Spanien hat das Thema einen besonders hohen Stellenwert. Der Kampf gegen die irreguläre Migration gehört derzeit zu den größten Sorgen des Landes, denn Spanien liegt an einer der beiden wichtigsten Migrationsrouten Europas und steht damit unter erhöhtem Druck an seinen Außengrenzen.

Der Start der neuen Einheit ist Teil einer insgesamt härteren Gangart der Europäischen Union gegen die irreguläre Migration. Im Juni treten EU-weit neue Vorschriften mit strengeren Grenzkontrollen in Kraft, in deren Rahmen sich auch die operative Rolle von Frontex weiter ausweitet.

Der Ausbau der Agentur soll dabei zügig voranschreiten. Derzeit sind nach den Angaben rund 3.800 Beamte an Europas Grenzen für Frontex im Einsatz. Bis zum kommenden Jahr soll die Zahl der Festangestellten auf 10.000 steigen, was den Anspruch der EU unterstreicht, ihre Außengrenzen deutlich stärker zu kontrollieren.

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