Zum Beginn der Impfsaison ist die Impfung gegen Grippe, Covid-19 und RSV in der Schweiz neu von der Franchise befreit. Wir erklaeren, wer sich impfen lassen sollte und was sich 2026 aendert, laut den vorliegenden Empfehlungen.
Mit dem Herbst beginnt in der Schweiz traditionell die Zeit der Atemwegsinfektionen, und damit rueckt auch die Frage nach den Impfungen wieder in den Vordergrund. In diesem Jahr gibt es dabei eine wichtige Neuerung, die viele Menschen im Land ganz direkt betrifft.
Denn laut den vorliegenden Empfehlungen hat sich 2026 nicht nur bei den Impfungen gegen Grippe, Covid-19 und RSV einiges getan, sondern auch bei der Frage, wer die Kosten traegt. In diesem Beitrag geben wir einen Ueberblick ueber die wichtigsten Punkte der neuen Saison.
Die grosse Neuerung bei den Kosten
Beginnen wir mit dem Punkt, der besonders viele betrifft. Laut den vorliegenden Informationen sind alle in der Schweiz empfohlenen Impfungen samt der zugehoerigen aerztlichen Beratung neu von der Franchise befreit und werden von der Grundversicherung uebernommen, was die Huerde spuerbar senkt.
Ganz kostenlos ist es aber nicht
Trotzdem bleibt ein kleiner Vorbehalt. Den Angaben zufolge faellt weiterhin der uebliche Selbstbehalt von zehn Prozent an, der pro Jahr auf einen Hoechstbetrag begrenzt ist. Die Impfung wird also deutlich guenstiger, ist aber nicht in jedem Fall vollstaendig gratis fuer die Versicherten.
Die Grippeimpfung
Kommen wir zu den einzelnen Impfungen. Gemaess den Empfehlungen wird die Grippeimpfung vor allem Personen ab 65 Jahren, Schwangeren, Menschen mit chronischen Krankheiten sowie deren engen Kontaktpersonen nahegelegt, da sie ein hoeheres Risiko fuer einen schweren Verlauf tragen.
Ein hochdosierter Impfstoff fuer Aeltere
Neu gibt es hier eine Verfeinerung. Den vorliegenden Informationen zufolge wird fuer Personen ab 75 Jahren sowie fuer Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein hochdosierter Grippeimpfstoff empfohlen, der auf das oft schwaechere Immunsystem im Alter besser abgestimmt ist.
Die Covid-19-Impfung
Auch das Coronavirus bleibt ein Thema. Laut den Empfehlungen richtet sich die Auffrischimpfung gegen Covid-19 vor allem an Personen ab 65 Jahren, an Schwangere und an Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, um schwere Verlaeufe und Spitalaufenthalte moeglichst zu vermeiden.
Schutz vor RSV

Der dritte Erreger im Bunde ist das RS-Virus, das vor allem fuer die Juengsten und die Aeltesten gefaehrlich sein kann. Gemaess den Angaben koennen Saeuglinge ueber eine Impfung der Mutter in der Schwangerschaft oder ueber eine spaetere Gabe von Antikoerpern geschuetzt werden.
RSV auch fuer aeltere Menschen
Neu wird der RSV-Schutz auch fuer aeltere Menschen empfohlen. Den vorliegenden Informationen zufolge gilt dies fuer Personen ab 75 Jahren sowie fuer ueber 60-Jaehrige mit Risikofaktoren, wobei diese Impfung derzeit noch nicht von der Grundversicherung uebernommen wird.
Die nationale Impfwoche im November
Wer sich unkompliziert impfen lassen moechte, hat im Spaetherbst eine gute Gelegenheit. Berichten zufolge findet im November die nationale Impfwoche statt, in der man sich in Arztpraxen und Apotheken gegen die drei Atemwegserkrankungen niederschwellig impfen lassen kann.
Wer profitiert am meisten
Nicht fuer alle ist jede Impfung gleich wichtig. Nach Einschaetzung der Fachleute profitieren vor allem aeltere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke, waehrend fuer gesunde juengere Erwachsene der persoenliche Nutzen oft geringer ausfaellt und individuell abgewogen wird.
Erwachsene ruecken in den Fokus
Insgesamt zeigt sich ein deutlicher Trend. Den vorliegenden Informationen zufolge ruecken im Schweizer Impfplan zunehmend die Impfungen fuer Erwachsene in den Mittelpunkt, nachdem die Aufmerksamkeit lange vor allem auf den Impfungen im Kindesalter gelegen hatte.
Wie der Impfplan entsteht
Hinter diesen Empfehlungen steht ein geregelter Prozess. Gemaess den Angaben wird der Schweizerische Impfplan von der zustaendigen Fachkommission gemeinsam mit dem Bundesamt fuer Gesundheit erarbeitet und regelmaessig an neue Erkenntnisse und die aktuelle Lage angepasst.
Fazit
Unterm Strich bringt der Herbst 2026 gleich mehrere Neuerungen. Wer zu einer Risikogruppe gehoert, sollte das Gespraech mit der Aerztin oder dem Arzt suchen, zumal die tiefere Kostenbeteiligung die Entscheidung fuer eine empfohlene Impfung nun etwas leichter macht.
Ausgewogene Sicht auf Schweiz.

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