Millionen Menschen strömen jedes Jahr auf die Theresienwiese. Wir werfen einen Blick auf die Geschichte, die Traditionen und den ganz eigenen Zauber des größten Volksfestes der Welt.
Wenn sich der Sommer allmählich dem Ende neigt, verwandelt sich eine große Wiese mitten in München in einen der lebhaftesten Orte der ganzen Welt. Fröhliche Blasmusik erklingt von allen Seiten, der süße Duft von gebrannten Mandeln liegt in der Luft, und aus allen Richtungen strömen die Menschen in ihren schönsten Trachten herbei. Das Oktoberfest hat begonnen, und mit ihm eine Feier, die wirklich ihresgleichen sucht.
Jahr für Jahr zieht dieses einzigartige Fest aufs Neue viele Millionen von Besuchern aus aller Welt magisch an. Doch was genau macht eigentlich den ganz besonderen Reiz dieses Ereignisses aus? In diesem Beitrag werfen wir einen genaueren Blick auf die lange Geschichte, die liebgewonnenen Traditionen und den ganz eigenen Zauber, der das größte Volksfest der Welt seit über zwei Jahrhunderten prägt.
Das größte Volksfest der Welt
Das Münchner Oktoberfest, von den Einheimischen ganz liebevoll die Wiesn genannt, gilt völlig zu Recht als das größte Volksfest der ganzen Welt. Rund sieben Millionen Menschen finden sich hier Jahr für Jahr aufs Neue ein, um miteinander ausgelassen zu feiern. Schon diese schiere, kaum vorstellbare Zahl allein macht deutlich, welch gewaltige Anziehungskraft von diesem einzigartigen Ereignis ausgeht.
Schauplatz des bunten Geschehens ist die weitläufige Theresienwiese, ein großer Festplatz nur unweit des Stadtzentrums. Für die gut zwei Wochen, die das Fest jedes Jahr dauert, entsteht hier eine ganze kleine Stadt aus riesigen Zelten, Fahrgeschäften und schier unzähligen Ständen. Der Eintritt auf das Gelände und in die großen Festzelte ist dabei übrigens für jedermann völlig kostenlos.
Von einer Hochzeit zum Welterfolg
Die Wurzeln dieses berühmten Festes reichen erstaunlich weit zurück, nämlich bis in das ferne Jahr 1810. Damals feierte die ganze Stadt München die prunkvolle Hochzeit des bayerischen Kronprinzen Ludwig mit seiner Prinzessin Therese. Zu diesem überaus festlichen Anlass lud man kurzerhand die Bürger zu einem großen Fest auf die weite Wiese vor den Toren der Stadt ein.
Nach eben jener gefeierten Prinzessin Therese erhielt der Festplatz schließlich auch seinen bis zum heutigen Tage gebräuchlichen Namen. Aus der einmaligen Feier zu Ehren eines königlichen Paares wurde im Laufe der vielen Jahrzehnte eine feste Einrichtung. So wuchs aus einer einzigen Hochzeit nach und nach genau jenes weltberühmte Ereignis heran, das wir heute alle kennen und lieben.
O'zapft is und andere Rituale
Ein echtes Oktoberfest ist ohne seine liebgewonnenen Rituale gar nicht denkbar. Der offizielle Startschuss fällt dabei stets nach demselben, seit Langem bewährten Muster. Am allerersten Tag sticht der Oberbürgermeister von München im ältesten Festzelt eigenhändig das erste Fass an. Mit dem lauten Ruf O'zapft is verkündet er dann feierlich, dass die Wiesn nun endlich eröffnet ist.
Auch der farbenprächtige Umzug gehört ganz fest zum Fest dazu und blickt selbst bereits auf eine lange Tradition zurück. In prächtigen Trachten, mit festlich geschmückten Pferdegespannen und schwungvoller Blasmusik ziehen die Wirte und die Brauereien mitten durch die Straßen der Stadt. Es sind gerade diese festlichen Bräuche, die dem Oktoberfest seinen ganz unverwechselbaren Charakter verleihen.
Mehr als nur Bierzelte

Wer beim Oktoberfest allein an die großen Zelte denkt, der übersieht einen ganz wesentlichen Teil seines besonderen Reizes. Denn das Fest ist in Wahrheit noch weit mehr als das. Zwischen den Zelten erstreckt sich eine bunte, schillernde Welt aus Fahrgeschäften, von rasanten Achterbahnen bis hin zum gemächlichen Riesenrad, das einen weiten Blick über das ganze bunte Treiben schenkt.
Ebenso gehört das reichhaltige und deftige Essen ganz untrennbar zum Erlebnis mit dazu. Herzhafte bayerische Schmankerl, frisch gebrannte Mandeln und allerlei süße Verlockungen locken hier an praktisch jeder Ecke. Es ist genau diese gelungene Mischung aus Musik, Fahrgeschäften und gutem Essen, die das Fest zu einem echten Erlebnis für die ganze Familie und für alle Sinne macht.
Tipps für den Besuch
Wer die ganz besondere Stimmung einmal selbst hautnah erleben möchte, dem seien noch einige praktische Hinweise ans Herz gelegt. Da es rund um die Theresienwiese so gut wie keine freien Parkplätze gibt, reist man am allerbesten ganz bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an. Die Bahn bringt einen dabei ganz entspannt bis in die unmittelbare Nähe des großen Festgeländes.
Wer die ganz großen Menschenmengen ein wenig meiden möchte, dem sei ein Besuch lieber unter der Woche empfohlen, denn an den Wochenenden wird es erfahrungsgemäß am allervollsten. An manchen Tagen locken zudem noch spürbar vergünstigte Preise an den Fahrgeschäften. Mit ein wenig kluger Planung steht einem rundum gelungenen Tag auf der Wiesn also wirklich nichts mehr im Wege.

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