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Europäische Drogenagentur warnt vor komplexeren Drogenmärkten

Europäische Drogenagentur warnt vor komplexeren Drogenmärkten

Die Europäische Drogenagentur warnt in ihrem Jahresbericht vor sich rasch entwickelnden und immer komplexeren Drogenmärkten, die neue Risiken bergen. Der Bericht stützt sich auf Daten aus 27 EU-Mitgliedstaaten sowie aus der Türkei und Norwegen und zeigt sich besorgt über Verfügbarkeit, Vielfalt und Wirksamkeit der Substanzen. Neben Fentanyl warnt die Behörde vor neuen synthetischen Opioiden. Cannabis bleibt die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Europa, 24,9 Millionen Menschen gaben an, es im vergangenen Jahr konsumiert zu haben. Bei den Kokainfunden wurde ein Rückgang verzeichnet, dennoch steckt die Kokainsucht hinter einem Drittel der Menschen, die sich in Europa in eine Drogenbehandlung begeben. Die Agentur ruft die Mitgliedstaaten auf, in Überwachung und Vorsorge zu investieren und sowohl beim Angebot als auch bei der Nachfrage anzusetzen.

Die Europäische Drogenagentur hat in ihrem Jahresbericht vor sich rasch entwickelnden und immer komplexer werdenden Drogenmärkten gewarnt, die nach Einschätzung der Behörde neue Risiken bergen. Die Agentur sieht in der Dynamik dieser Märkte eine wachsende Herausforderung, weil sich Angebot, Zusammensetzung und Wirkung der Substanzen fortlaufend verändern und damit schwerer einzuschätzen sind.

Der Bericht stützt sich auf Daten aus 27 EU-Mitgliedstaaten sowie aus der Türkei und Norwegen und liefert damit ein breites Bild der Lage in Europa. Besorgt zeigt sich die Agentur dabei nicht nur über die Verfügbarkeit der Drogen, sondern auch über deren Vielfalt und Wirksamkeit, die zusammen das Bild eines zunehmend unübersichtlichen Marktes zeichnen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Opioiden. Neben Fentanyl warnt die Behörde vor neuen synthetischen Opioiden, die zusätzliche Gefahren mit sich bringen. Diese Stoffe stehen beispielhaft für die Entwicklung, vor der der Bericht warnt: Selbst wenn ein Produkt bereits fest etabliert ist, entwickelt es sich nach Darstellung der Agentur ständig weiter.

Am weitesten verbreitet bleibt Cannabis. Es ist nach wie vor die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Europa. 24,9 Millionen Menschen gaben an, es im vergangenen Jahr konsumiert zu haben. Trotz dieser festen Verankerung im Konsumverhalten verändert sich auch dieser Markt nach Darstellung der Agentur kontinuierlich weiter.

Bei einer anderen Substanz verzeichnet der Bericht dagegen einen Rückgang. Bei den Kokainfunden wurde im Beobachtungszeitraum weniger registriert als zuvor, was auf den ersten Blick auf eine Entspannung an dieser Stelle des Marktes hindeuten könnte.

Dieser Eindruck täuscht jedoch über die anhaltenden Folgen hinweg. Denn die Kokainsucht steckt hinter einem Drittel der Menschen, die sich in Europa in eine Drogenbehandlung begeben. Damit bleibt Kokain trotz rückläufiger Funde ein zentraler Faktor in der Versorgung und Behandlung von Abhängigen.

Aus diesen Befunden leitet die Agentur klare Forderungen ab. Sie ruft die Mitgliedstaaten dazu auf, in Überwachung und Vorsorge zu investieren und sowohl beim Angebot als auch bei der Nachfrage anzusetzen. Nur ein Vorgehen auf beiden Seiten könne den Risiken eines Marktes begegnen, der sich nach Einschätzung der Behörde immer schneller und vielfältiger entwickelt.

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