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EU-Studie: Rund 130 Millionen Arbeitnehmer in Europa sind Hitzestress am Arbeitsplatz ausgesetzt

EU-Studie: Rund 130 Millionen Arbeitnehmer in Europa sind Hitzestress am Arbeitsplatz ausgesetzt

Ein neuer Bericht des Europäischen Gewerkschaftsinstituts warnt, dass europaweit rund 130 Millionen Arbeitnehmer Hitzestress am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, was zu 277.000 Verletzungen und 230 Todesfällen geführt habe. Die Autoren fordern EU-weite Vorschriften für besseren Hitzeschutz, darunter eine obligatorische Hitzegefahrenbewertung.

Während Europa immer neue Hitzerekorde bricht, rückt der Schutz der Beschäftigten am Arbeitsplatz in den Vordergrund, berichtet Euronews. Das Europäische Gewerkschaftsinstitut, eine gewerkschaftsnahe Denkfabrik, hat am Donnerstag Vorschläge für einen besseren Hitzeschutz der Arbeitnehmer angesichts des Klimawandels vorgelegt.

Die Dimension des Problems ist erheblich. Dem Bericht zufolge sind europaweit rund 130 Millionen Arbeitnehmer Hitzestress am Arbeitsplatz ausgesetzt, eine Belastung, die mit den steigenden Temperaturen weiter zunimmt.

Auch die gesundheitlichen Folgen werden beziffert. Laut dem Bericht habe der Hitzestress zu 277.000 damit verbundenen Verletzungen und 230 Todesfällen geführt, was die Tragweite des Problems für die Arbeitswelt verdeutlicht.

Die Autoren warnen ausdrücklich davor, das Thema als ein rein südeuropäisches abzutun. Die Gefahr sei nicht auf den Süden des Kontinents beschränkt, sondern betreffe Beschäftigte in ganz Europa.

Als Ursache benennt der Bericht den Klimawandel. Dieser erhöhe die Häufigkeit und Intensität der Hitzewellen, die wiederum zu einer Verringerung der Arbeitsfähigkeit führten und die Beschäftigten zusätzlich unter Druck setzten.

Auf Basis ihrer Erkenntnisse formulieren die Forscher konkrete Forderungen. Sie schlagen vor, dass die Europäische Union Rechtsvorschriften zu besserem Hitzeschutz am Arbeitsplatz einführt, unter anderem eine obligatorische Hitzegefahrenbewertung.

Auch die Messmethoden sollen überarbeitet werden. Der Index zur Bewertung von Hitzestress sollte breiter gefasst werden und zum Beispiel auch die Luftfeuchtigkeit einbeziehen. Die Forscher betonen, dass Hitzestress vorhersehbar und daher vermeidbar sei.

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