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Der serbische Präsident Alexander Vucic hat bei einem fünftägigen Staatsbesuch in China die engen Beziehungen zwischen Belgrad und Peking betont. Vucic kritisierte europäische Versuche, Serbien von einer engeren Zusammenarbeit mit China abzuhalten, obwohl China der größte ausländische Investor des Landes ist. Er warf der EU vor, Druck auszuüben, um direkte Gespräche mit dem Kreml zu verhindern.
Der serbische Präsident Alexander Vucic hat bei einem fünftägigen Staatsbesuch in China die engen Beziehungen zwischen Belgrad und Peking betont. China ist der größte ausländische Investor Serbiens, und Vucic nutzte den Besuch, um die wirtschaftliche und politische Partnerschaft weiter zu vertiefen. Der Besuch folgt auf eine Reihe hochrangiger Staatsbesuche bei Chinas Präsident Xi Jinping, darunter US-Präsident Donald Trump sowie Russlands Präsident Wladimir Putin.
Während seines Aufenthalts kritisierte Vucic scharf, was er als europäische Versuche betrachtet, Serbien von einer engeren Zusammenarbeit mit China abzuhalten. Brüssel versuche demnach, ihn unter Druck zu setzen, um direkte Gespräche mit dem Kreml zu vermeiden. Diese Äußerungen unterstreichen Serbiens Balanceakt zwischen der angestrebten EU-Mitgliedschaft und den traditionell engen Beziehungen zu Russland und China.
Während seines Besuchs besichtigte der serbische Präsident auch die chinesische Mauer, wo ihm traditionelle serbische Volksmusik und Volkstänze präsentiert wurden. Die symbolträchtige Geste sollte die kulturelle Verbundenheit der beiden Länder demonstrieren und die Bedeutung der bilateralen Beziehungen für Serbien hervorheben.
Serbien befindet sich in einer zunehmend komplexen geopolitischen Lage. Das Land strebt offiziell eine EU-Mitgliedschaft an, pflegt aber gleichzeitig enge wirtschaftliche Beziehungen zu China und weigert sich, Sanktionen gegen Russland mitzutragen. Diese Haltung sorgt in Brüssel für wachsende Frustration und stellt den EU-Beitrittsprozess Serbiens infrage.
Die China-Reise reiht sich in ein Muster hochrangiger Besuche in Peking ein. Nach Trump und Putin zeigt Vucics Anwesenheit, dass Xi Jinping seine diplomatische Offensive fortsetzt und gezielt Staaten anspricht, die sich zwischen den geopolitischen Blöcken positionieren. Für Serbien bedeutet dies konkrete Investitionen in Infrastruktur, Energie und Technologie, die Brüssel in dieser Form nicht anbietet.