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EU-Kommissionspraesidentin Ursula von der Leyen hat bei einem Treffen mit den baltischen Regierungschefs in Litauen gewarnt, dass die juengsten Drohnenvorfaelle im EU-Luftraum keine Einzelfaelle seien, sondern eine gezielte Strategie Russlands zur Destabilisierung demokratischer Gesellschaften. Seit Anfang Mai wurden mindestens sechs Vorfaelle registriert.
EU-Kommissionspraesidentin Ursula von der Leyen hat bei einem Treffen mit den baltischen Staats- und Regierungschefs in Litauen eine deutliche Warnung ausgesprochen. Die juengsten Drohnenvorfaelle im EU-Luftraum seien keine Einzelfaelle, sondern Teil einer gezielten Strategie Russlands zur Destabilisierung demokratischer Gesellschaften in Europa. Die Realitaet an Europas oestlicher Grenze im Jahr 2026 sei besorgniserregend.
Seit Anfang Mai wurden in den baltischen Staaten mindestens sechs Drohnenvorfaelle im Luftraum registriert. In Litauen wurde die Bevoelkerung vergangene Woche wegen eines solchen Vorfalls sogar aufgefordert, in sicheren Raeumen Schutz zu suchen. Die wiederholt eindringenden Drohnen stellen eine direkte Bedrohung fuer die Souveraenitaet der betroffenen Laender dar und testen die Reaktionsfaehigkeit der europaeischen Verteidigung.
Von der Leyen kuendigte konkrete Massnahmen an, um auf die Bedrohung zu reagieren. Sie sprach sich fuer eine staerkere Vereinheitlichung der Alarmsysteme in den EU-Mitgliedstaaten und eine bessere grenzueberschreitende Koordinierung aus. Diese Schritte sollen sicherstellen, dass alle betroffenen Laender im Ernstfall schnell und effektiv reagieren koennen.
Die Kommissionspraesidentin betonte zudem, dass eine engere Zusammenarbeit mit der NATO dazu beitragen koenne, die bestehenden Schwachstellen in der europaeischen Luftraumverteidigung zu beseitigen. Die Drohnenvorfaelle im Baltikum werden als Teil eines breiteren Musters russischer hybrider Kriegsfuehrung gesehen, das auch Cyberangriffe, Desinformationskampagnen und Energieerpressung umfasst.
Der Besuch von der Leyens im Baltikum war ein Signal der Solidaritaet der EU mit den besonders exponierten Mitgliedstaaten an der oestlichen Grenze. Die baltischen Staaten, die eine direkte Grenze zu Russland und Belarus teilen, sehen sich seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts verstaerkten Sicherheitsbedrohungen ausgesetzt. Die EU hat ihre Verteidigungsausgaben deutlich erhoeht, doch Experten warnen, dass die Abwehr von Drohnenangriffen nach wie vor eine erhebliche technologische und organisatorische Herausforderung darstellt.