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Eine Sondereinheit der spanischen Guardia Civil hat die Parteizentrale der sozialistischen Regierungspartei PSOE in Madrid durchsucht. Die Razzia erfolgte im Rahmen von Ermittlungen gegen die Politikerin Leire Diaz. Im Buero des Ex-Regierungschefs Zapatero waren zuvor Uhren und Schmuck gefunden worden. Premier Sanchez schliesst Neuwahlen aus.
In Spanien hat eine Sondereinheit der Guardia Civil die Parteizentrale der sozialistischen Regierungspartei PSOE in Madrid durchsucht. Die Beamten hatten den Einsatz im Vorfeld angekuendigt, was die politische Brisanz der Massnahme unterstreicht. Die Durchsuchung erfolgte im Rahmen laufender Ermittlungen der Audiencia Nacional gegen die Politikerin Leire Diaz, die als Strippenzieherin der Regierungspartei gilt.
Der Druck auf die spanische Regierung wächst weiter, nachdem zuvor im Buero des ehemaligen sozialistischen Regierungschefs Jose Luis Rodriguez Zapatero Uhren und Schmuck gefunden worden waren. Diese Funde stehen im Zusammenhang mit der sogenannten Operation Tibet, bei der es um Vorwuerfe des Verkehrseinflusses und der Veruntreuung oeffentlicher Gelder geht. Es ist nicht das erste Mal, dass die UCO die PSOE-Zentrale betritt.
Ministerpraesident Pedro Sanchez stellt sich weiterhin hinter seinen Vorgaenger und Parteifreund Zapatero, fuer den die Unschuldsvermutung gelte. Auch vorgezogene Neuwahlen schloss Sanchez erneut kategorisch aus, obwohl der politische Druck auf seine Regierung stetig zunimmt. Waehrend der Durchsuchung in Madrid befand sich Sanchez im Vatikan, wo er von Papst Leo XIV. empfangen wurde.
Die Razzia ist Teil einer breiten Reihe von Korruptionsermittlungen, die die spanischen Sozialisten seit Monaten belasten. Bereits im Juni 2025 war die UCO in die Parteizentrale eingedrungen, damals im Rahmen der Festnahme von Santos Cerran, dem ehemaligen Organisationssekretaer der PSOE. Die sich haeufenden Skandale stellen die Regierungspartei vor eine ernsthafte Glaubwuerdigkeitskrise.
Sanchez betonte bei seiner Rueckkehr aus dem Vatikan, dass bei irregulaerem Verhalten mit der gleichen Entschlossenheit wie bisher gehandelt werde. Dennoch wird die Opposition voraussichtlich die juengste Durchsuchung nutzen, um den Druck auf die Regierung weiter zu erhoehen. Die spanische Politiklandschaft befindet sich in einer Phase erheblicher Turbulenzen, in der die Justizermittlungen zunehmend das Tagesgeschaeft der Regierung ueberlagern.