LIVE PROTOCOL
EET--:--:-- edition--.--.--

Schweiz stimmt über Zuwanderungsinitiative ab, die die Bevölkerung bei zehn Millionen begrenzen soll

Schweiz stimmt über Zuwanderungsinitiative ab, die die Bevölkerung bei zehn Millionen begrenzen soll

In der Schweiz steht eine Abstimmung über die Zuwanderung an, bei der die Bevölkerung des Landes bei zehn Millionen Menschen begrenzt werden soll. Derzeit leben in der Schweiz 9,1 Millionen Menschen, davon sind 27 Prozent Ausländer, die große Mehrheit aus Europa. Für die Befürworter sind zehn Millionen bereits genug. Sollte sich die Idee durchsetzen, müsste die Regierung Asylanträge oder den Familiennachzug einschränken und könnte das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der EU infrage stellen. Gegner bezeichnen die Initiative als gefährlich und fremdenfeindlich und verweisen darauf, dass Migranten mehr als ein Drittel aller Arbeitskräfte stellen.

In der Schweiz steht eine Abstimmung über die Zuwanderung an. Im Zentrum steht die Idee, die Bevölkerung des Landes bei zehn Millionen Menschen zu begrenzen. Die Debatte darüber wird in der Politik und auf der Straße geführt und gelangt nun an die Urnen.

Derzeit leben in der Schweiz 9,1 Millionen Menschen. Davon sind 27 Prozent Ausländer, und die große Mehrheit von ihnen stammt aus Europa. Vor diesem Hintergrund wird darüber gestritten, wie stark das Land in Zukunft weiter wachsen soll.

Für die Befürworter eines Ja ist die Grenze bereits erreicht. Aus ihrer Sicht sind zehn Millionen Menschen mehr als genug. Sie sehen in einer festen Obergrenze ein Mittel, um das weitere Wachstum der Bevölkerung gezielt zu steuern.

Sollte sich diese Idee bei der Abstimmung durchsetzen, wäre die Regierung verpflichtet, zu handeln. Zunächst müsste sie damit beginnen, Asylanträge oder den Familiennachzug einzuschränken. Als weiterer Schritt stünde zur Debatte, das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union infrage zu stellen.

Gerade dieser mögliche Schritt bereitet Brüssel Sorgen. Die Personenfreizügigkeit zählt zu den zentralen Elementen im Verhältnis zwischen der Schweiz und der Europäischen Union. Eine Aufkündigung hätte weitreichende Folgen für die Beziehungen zwischen beiden Seiten.

Auf der anderen Seite stehen jene, die die Initiative als gefährlich und fremdenfeindlich bezeichnen. Für einen Teil der Bevölkerung erscheint der Vorstoß zudem wirtschaftlich kaum tragbar. Sie sind überzeugt, dass die Wirtschaft des Landes ohne Migranten nicht überleben könnte.

Tatsächlich stellen Migranten mehr als ein Drittel aller Arbeitskräfte des Landes, und die meisten von ihnen sind qualifiziert. Der Präsident des Hotelarbeitgeberverbandes zeigte sich sehr besorgt. So trifft bei dieser Abstimmung die Sorge um die Zuwanderung auf die Sorge um die wirtschaftliche Zukunft der Schweiz.

Loading article...