In Ostprignitz-Ruppin ist an diesem Sonntag die letzte Landratswahl des Jahres ueber die Buehne gegangen. Die Waehlerinnen und Waehler konnten ihr Kreuz bei einem von vier Kandidaten machen. Schon am Wahlabend zeichnete sich ab, dass die Entscheidung nicht im ersten Anlauf fallen wuerde.
Der Grund liegt in den Regeln der Wahl. Um sich direkt zum Sieger erklaeren zu koennen, muss ein Kandidat 50 Prozent der abgegebenen Stimmen erreichen und zugleich das Quorum erfuellen, das in Ostprignitz-Ruppin bei 12.500 Stimmen liegt. Diese Huerde nahm im ersten Wahlgang niemand.
Damit laeuft alles auf eine Stichwahl hinaus. Nach bisherigem Stand treten dabei der Amtsinhaber Ralf Reinhardt und der Kandidat der AfD, Thorsten Arndt, gegeneinander an. Die beiden setzten sich im Bewerberfeld an die Spitze und gehen nun in die zweite Runde.
Die Zahlen zeigen ein enges Feld dahinter. Auf Arndt entfielen 34,3 Prozent der Stimmen. Der parteilose Einzelbewerber Thomas Kresse, Amtsdirektor von Temnitz, folgte mit 22,9 Prozent auf Platz drei, waehrend Hundertmund von der Freien Waehlergemeinschaft Prignitz-Ruppin mit 10,3 Prozent auf Platz vier landete.
Endgueltig ist das Ergebnis aber noch nicht. Es haengt von der Auszaehlung der restlichen Stimmen ab und vor allem von der Briefwahl, die erfahrungsgemaess noch andauert. Erst danach steht das genaue Bild fuer den ersten Wahlgang fest.
Fuer den Amtsinhaber ist das Zittern nicht neu. Reinhardt hatte es auch bei den vergangenen beiden Landratswahlen nicht im ersten Wahlgang geschafft, beim letzten Mal entschied sogar das Losverfahren im Kreistag. Dass es nun gegen den AfD-Bewerber geht, ist insofern wenig ueberraschend, als die Partei bei zurueckliegenden Wahlen gut abschnitt und Arndt das Direktmandat fuer seinen Wahlkreis holte. Die Entscheidung faellt nun in der Stichwahl am 28. Juni.
