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Fleisch aus Pflanzen: Wie gesund sind die Alternativen wirklich? HEALTH · DE

Fleisch aus Pflanzen: Wie gesund sind die Alternativen wirklich?

Lena Fischer Lena Fischer lenafischer.avalw.com · 952 reads Respect0 Save Share Read only
READS407live count PUBLISHED1 Sept2026 READING TIME3 min641 words LANGUAGEGerman
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Pflanzliche Fleischalternativen boomen in Deutschland. Eine große Untersuchung hat fast tausend Produkte genauer analysiert und zeigt, wie es um Nährwerte, Nutri-Score und Jodgehalt tatsächlich bestellt ist.

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Ob Burger, Schnitzel oder Wurst, immer häufiger landen bei uns pflanzliche Alternativen zu klassischen Fleischprodukten auf dem Teller. Was vor einigen Jahren noch eine Nische für wenige Überzeugte war, hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil der deutschen Ernährung entwickelt und ist heute in nahezu jedem Supermarkt problemlos zu finden.

Doch mit der wachsenden Beliebtheit dieser Produkte stellt sich zwangsläufig auch eine durchaus wichtige Frage. Wie gesund sind diese pflanzlichen Fleischalternativen eigentlich wirklich? Eine umfangreiche wissenschaftliche Untersuchung hat sich nun genau dieser Frage angenommen und dabei einige aufschlussreiche Erkenntnisse zutage gefördert.

Ein boomender Markt

Zunächst lohnt sich ein Blick auf die schiere Größe dieses Marktes, die durchaus beeindruckend ausfällt. Die Produktion von pflanzlichen Fleischersatzprodukten in Deutschland hat sich innerhalb weniger Jahre nahezu verdoppelt, nämlich von rund 60.400 Tonnen im Jahr 2019 auf ganze 121.600 Tonnen im Jahr 2023.

Auch bei den Verbrauchern sind diese Produkte längst angekommen und aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. So hat etwa ein Drittel aller deutschen Haushalte im Zeitraum zwischen September 2023 und August 2024 mindestens einmal ein solches pflanzliches Ersatzprodukt gekauft, was die enorme Verbreitung eindrucksvoll unterstreicht.

Fast tausend Produkte im Blick

Für die erwähnte Untersuchung nahm das Max Rubner-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel mit Sitz in Karlsruhe, insgesamt 964 verschiedene Produkte auf dem deutschen Markt ganz genau unter die Lupe. Die Studie unter der Leitung von Corinna Gréa analysierte dabei zahlreiche Aspekte bis ins Detail.

Im Mittelpunkt der Analyse standen unter anderem der Energie- und Nährstoffgehalt der Produkte, die Verwendung von jodiertem Speisesalz sowie das Vorhandensein einer Nutri-Score-Kennzeichnung. Auf diese Weise sollte ein möglichst umfassendes und realistisches Bild der tatsächlichen Ernährungsqualität dieser pflanzlichen Alternativen gezeichnet werden.

Was steckt wirklich drin?

Frisches Gemüse bildet die Grundlage vieler pflanzlicher Ernährungsformen.
Frisches Gemüse bildet die Grundlage vieler pflanzlicher Ernährungsformen.

Betrachtet man die durchschnittlichen Nährwerte der Produkte, so ergibt sich ein recht ausgewogenes Gesamtbild. Im Median enthielten die untersuchten Produkte pro 100 Gramm rund 224 Kilokalorien sowie einen durchaus beachtlichen Eiweißgehalt von etwa 13,3 Gramm, was für eine rein pflanzliche Alternative ein überzeugender Wert ist.

Weniger erfreulich fiel hingegen der Blick auf den Salzgehalt aus, der im Median bei rund 1,60 Gramm pro 100 Gramm lag. Der Fettgehalt betrug im Mittel etwa 12,0 Gramm, wobei der Anteil der gesättigten Fettsäuren mit lediglich 1,3 Gramm vergleichsweise niedrig ausfiel, was aus ernährungsphysiologischer Sicht durchaus als positiv zu bewerten ist.

Der Nutri-Score als Wegweiser

Ein zentrales Thema der Untersuchung war zudem der sogenannte Nutri-Score, jene bekannte Kennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackung, die den Verbrauchern eine schnelle Orientierung ermöglichen soll. Allerdings trugen lediglich 19,3 Prozent aller untersuchten Produkte überhaupt eine solche freiwillige Kennzeichnung auf ihrer Verpackung.

Immerhin fielen die Bewertungen dort, wo ein Nutri-Score tatsächlich vorhanden war, überwiegend positiv aus. So erhielten 61,8 Prozent der gekennzeichneten Produkte die günstigen Bewertungen A oder B. Besonders die reinen Fleischalternativen schnitten dabei mit 72,1 Prozent guter Bewertungen deutlich besser ab als die untersuchten Wurstalternativen.

Das Problem mit dem Jod

Ein durchaus kritischer Punkt, den die Studie klar aufdeckte, betrifft die Verwendung von jodiertem Speisesalz. Denn lediglich 5,7 Prozent aller untersuchten Produkte enthielten tatsächlich solches Jodsalz. Angesichts der Tatsache, dass viele Menschen in Deutschland ohnehin nicht ausreichend mit Jod versorgt sind, ist dieser niedrige Wert durchaus bemerkenswert.

Bei der weiteren Kennzeichnung zeigte sich hingegen ein anderes Bild, das die Ausrichtung des Marktes recht gut widerspiegelt. So waren rund 31,9 Prozent der Produkte ausdrücklich als Bio-Ware ausgewiesen, während sogar beeindruckende 87 Prozent aller untersuchten Artikel klar und deutlich als vegan gekennzeichnet waren.

Wie is(s)t Deutschland?

Diese Entwicklungen spiegeln letztlich auch einen tiefgreifenden Wandel in den Ernährungsgewohnheiten der Menschen wider. Untersuchungen zufolge verzichten inzwischen etwa 10,5 Prozent der Menschen ganz auf Fleisch, während sich 28,6 Prozent als sogenannte Flexitarier bezeichnen. Rund 54,1 Prozent zählen sich hingegen weiterhin zu den klassischen Allesessern.

Ein Fazit mit Licht und Schatten

Unterm Strich zeichnen die Ergebnisse der Studie ein Bild mit durchaus zwei Seiten. Pflanzliche Fleischalternativen können eine durchaus sinnvolle Ergänzung des Speiseplans sein und punkten mit ordentlichen Eiweißwerten sowie wenig gesättigten Fetten. Gleichzeitig zeigen der oft hohe Salzgehalt und der geringe Jodanteil, dass beim Blick auf die Zutatenliste weiterhin ein wachsames Auge gefragt bleibt.

3 responses
Elias Hofmann2 months ago

Ausgewogene Sicht auf Gesundheit.

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Clara Fischer1 month ago

Viel über Gesundheit gelernt.

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Mia Neumann2 months ago

Solide Einschätzung zu Gesundheit.

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