Mit bis zu 600 kW, Allradantrieb und einem Topspeed von 335 km/h markiert der GEN4 einen grossen Sprung für die Formel E. Wir schauen auf die Technik, die Zahlen und was die neue Generation ab 2026 bringt.
Während die Diskussion über Elektroautos meist um Reichweite, Batterien und Marktanteile kreist, entwickelt sich im Rennsport eine eigene, hochdynamische Elektrowelt. Die Formel E, die rein elektrische Rennserie, steht vor einem grossen Umbruch. Mit der neuen Generation, dem sogenannten GEN4, verspricht die Serie deutlich mehr Leistung, neue Technik und ein noch spektakuläreres Renngeschehen. In diesem Artikel schauen wir uns die Neuerungen an, gestützt auf die verfügbaren Informationen und die veröffentlichten Quellen.
Ein neues Kapitel
Die Formel E leitet mit dem GEN4 eine neue Ära ein. Gemäss den verfügbaren Informationen haben die Rennserie und der Automobil-Weltverband FIA das komplett neue Fahrzeug vorgestellt, das den Beginn einer neuen Generation des Rennsports markiert. Der GEN4 soll mit der Saison 2026/27 der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft debütieren. Damit reagiert die Serie auf die rasante technische Entwicklung im Bereich der Elektromobilität und will beweisen, dass elektrischer Rennsport längst kein Kompromiss mehr sein muss.
Deutlich mehr Leistung
Der auffälligste Fortschritt betrifft die schiere Leistung. Gemäss den verfügbaren Informationen liefert der GEN4 im normalen Rennmodus eine Spitzenleistung von 450 Kilowatt, im sogenannten Attack Mode oder in der Qualifikation sogar bis zu 600 Kilowatt. Das entspricht rund 804 PS und bedeutet eine Steigerung der Spitzenleistung um etwa 71 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration GEN3 Evo. Diese zusätzliche Kraft dürfte für spektakulärere Überholmanöver und ein intensiveres Renngeschehen sorgen.
Erstmals mit Allradantrieb
Ein technisches Novum macht den GEN4 besonders. Gemäss den verfügbaren Informationen ist er das weltweit erste offene Rennfahrzeug mit aktivem Allradantrieb, der nun in allen Rennphasen zur Verfügung steht. Beim GEN3 Evo war der Allradantrieb nur in bestimmten Momenten wie Qualifikation, Start und Attack Mode aktiv. Hinzu kommen eine unbegrenzte Traktionskontrolle und ein Antiblockiersystem. Das Ergebnis ist deutlich mehr Grip und eine präzisere Kraftverteilung in jeder Kurve, was den Fahrern neue Möglichkeiten eröffnet.
Tempo und Beschleunigung

Auch bei den reinen Fahrleistungen legt der GEN4 kräftig zu. Gemäss den verfügbaren Informationen erreicht das Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 335 Kilometern pro Stunde. Die Beschleunigung von null auf hundert Kilometer pro Stunde soll in rund 1,8 Sekunden gelingen, auf 200 Kilometer pro Stunde in etwa 4,4 Sekunden. In der Qualifikation soll der GEN4 pro Runde ungefähr zehn Sekunden schneller sein als das bisherige GEN3-Fahrzeug. Das sind Werte, die selbst manchen Supersportwagen alt aussehen lassen.
Bremsen als Kraftwerk
Ein zentrales Merkmal des Elektro-Rennsports ist die Rückgewinnung von Energie beim Bremsen. Gemäss den verfügbaren Informationen kann der GEN4 beim Bremsen bis zu 700 Kilowatt an Energie zurückgewinnen. Dieser Wert ist bemerkenswert, weil er zeigt, wie stark die Bremse selbst zur Stromquelle wird. Statt Energie einfach als Wärme zu verlieren, füttert das System die Batterie wieder auf. Genau diese Effizienz ist einer der spannendsten Aspekte, die der Rennsport an die Serienentwicklung weitergeben kann.
Mehr Energie an Bord
Damit die höhere Leistung auch nutzbar ist, wächst die Kapazität der Batterie. Gemäss den verfügbaren Informationen verfügt der GEN4 über eine für das Rennen nutzbare Energiekapazität von bis zu 55 Kilowattstunden, was einer Steigerung von rund 43 Prozent gegenüber dem GEN3 entspricht. Mehr verfügbare Energie bedeutet, dass die Teams länger mit hoher Leistung fahren können, bevor sie haushalten müssen. Das verändert die Rennstrategie und macht das Zusammenspiel von Tempo und Energiemanagement noch anspruchsvoller.
Leichter und kompakter Auftritt
Trotz mehr Technik bleibt das Auto vergleichsweise schlank. Gemäss den verfügbaren Informationen liegt das Mindestgewicht des GEN4 bei 954 Kilogramm. Das Fahrzeug misst 5540 Millimeter in der Länge, 1790 Millimeter in der Breite und 1113 Millimeter in der Höhe, bei einem Radstand von 3080 Millimetern. Diese Abmessungen zeigen, dass die Ingenieure versucht haben, die zusätzliche Leistung und die grössere Batterie in ein weiterhin agiles und stadttaugliches Paket zu verpacken, denn die Formel E fährt oft auf engen Stadtkursen.
Nachhaltigkeit im Fokus
Passend zur Ausrichtung der Serie spielt Nachhaltigkeit eine grosse Rolle. Gemäss den verfügbaren Informationen ist der GEN4 zu hundert Prozent recycelbar oder wiederverwendbar konstruiert und enthält mindestens 20 Prozent recyceltes Material, doppelt so viel wie der GEN3 Evo. Auch die Reifen bestehen zu 65 Prozent aus erneuerbaren und recycelten Materialien, unter anderem aus Naturkautschuk. So soll der Rennsport zeigen, dass Höchstleistung und ein bewussterer Umgang mit Ressourcen zusammenpassen können.
Sicherheit und Kontrolle
Mehr Leistung verlangt auch nach besserer Beherrschbarkeit. Gemäss den verfügbaren Informationen bringt der GEN4 eine unbegrenzte Traktionskontrolle und ein Antiblockiersystem mit, Technologien, die viele Autofahrer aus dem Alltag kennen. Im Rennsport helfen sie, die enorme Kraft kontrolliert auf die Strasse zu bringen, gerade auf rutschigen oder engen Kursen. Dass solche Systeme nun auch im Spitzenmotorsport eine grössere Rolle spielen, unterstreicht, wie eng die Verbindung zwischen Rennstrecke und Serienauto geworden ist.
Was das für den Rennsport bedeutet
Für die Zuschauer verspricht der GEN4 vor allem mehr Spektakel. Deutlich höhere Leistung, mehr Grip durch den Allradantrieb und schnellere Rundenzeiten dürften die Rennen enger und aufregender machen. Gleichzeitig steigt der Anspruch an die Fahrer, die noch mehr Kraft und ein komplexeres Energiemanagement beherrschen müssen. Die Formel E positioniert sich mit diesem Schritt klar als ernstzunehmende Bühne für elektrische Höchstleistung und nicht nur als Nischenveranstaltung für Technikfans.
Brücke zur Serienentwicklung
Über die reine Show hinaus hat die Formel E stets den Anspruch, Ideen für Serienautos zu liefern. Effiziente Rückgewinnung von Bremsenergie, intelligentes Energiemanagement und der Einsatz nachhaltiger Materialien sind Themen, die auch für Elektroautos auf der Strasse zentral sind. Wenn Technologien unter den harten Bedingungen des Rennsports funktionieren, spricht vieles dafür, dass sie später auch im Alltag Bestand haben. Genau darin liegt ein wichtiger Wert dieser elektrischen Rennserie für die gesamte Autobranche.
Fazit
Zusammengefasst markiert der GEN4 einen deutlichen Sprung für die Formel E. Gemäss den verfügbaren Informationen bringt das Fahrzeug bis zu 600 Kilowatt Leistung, erstmals durchgehenden Allradantrieb, ein Topspeed von 335 Kilometern pro Stunde sowie eine grössere Batterie und nachhaltigere Materialien. Ab der Saison 2026/27 soll diese neue Generation zeigen, wie leistungsfähig elektrischer Rennsport sein kann. Für Fans wie für die Autoindustrie ist der GEN4 damit weit mehr als nur ein neues Rennauto, sondern ein Blick in die Zukunft.

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