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IAA Mobility 2026: München wird zur Bühne für die Zukunft des Autos BUSINESS · CH

IAA Mobility 2026: München wird zur Bühne für die Zukunft des Autos

Lukas Brunner Lukas Brunner lukasbrunner.avalw.com · 5k reads Respect0 Save Share Read only
READS374live count PUBLISHED7 Sept2026 READING TIME3 min668 words LANGUAGEGerman
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Vom 9. bis 12. September verwandelt sich München zur IAA Mobility 2026. Mercedes, Volkswagen, Hyundai und Cupra zeigen neue Elektromodelle, während Technologiefirmen ihre Robotaxi-Pläne für Europa vorstellen.

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München rüstet sich für den grossen Auftritt: Vom 9. bis zum 12. September 2026 findet in der bayrischen Hauptstadt die IAA Mobility statt, eine der wichtigsten Bühnen der Autowelt. In einer Zeit, in der sich die gesamte Branche zwischen Elektroantrieb, Software und autonomem Fahren neu erfindet, blickt ganz Europa auf diese vier Tage.

Unter dem Leitgedanken, dass sich alles um Mobilität dreht, ist die Messe längst mehr als eine reine Autoschau. Neben den Hallen bespielen die Hersteller offene Plätze in der Innenstadt mit Pavillons und Vorführungen, und ein begleitender Gipfel widmet sich Themen wie Batterien, softwaredefinierten Fahrzeugen und dem autonomen Fahren.

Mercedes zeigt den neuen EQS

Zu den grössten Auftritten zählt jener von Mercedes-Benz. Laut den Ankündigungen präsentiert der Konzern den neuen EQS mit einer 800-Volt-Architektur, die kürzere Ladezeiten ermöglicht. Die Reichweite soll bei bis zu 926 Kilometern liegen, ein Wert, der die Reichweitenangst für die allermeisten Alltagsfahrten endgültig entkräften dürfte.

Auch beim Laden verspricht der Hersteller einen Sprung nach vorn. Berichten zufolge sollen sich in nur zehn Minuten bis zu 320 Kilometer Reichweite nachladen lassen. Dazu kommen technische Neuerungen wie eine Lenkung ohne mechanische Verbindung sowie eine vorausschauende Fahrwerksregelung und eine neue Software-Plattform mit KI-gestützten Funktionen.

Volkswagen und der Nachfolger des ID.3

Schnelles Laden und grössere Reichweiten stehen bei den neuen Modellen im Mittelpunkt.
Schnelles Laden und grössere Reichweiten stehen bei den neuen Modellen im Mittelpunkt.

Volkswagen nutzt die Messe für eine wichtige Weltpremiere. Gezeigt wird der Nachfolger des ID.3, mit dem die Wolfsburger das elektrische Fahren weiter in die Breite tragen wollen. Die Reichweite soll je nach Ausführung bei bis zu 630 Kilometern liegen, angeboten in drei verschiedenen Batteriegrössen von 50, 58 und 79 Kilowattstunden.

Bei der Leistung stehen den Berichten zufolge drei Stufen zwischen 125 und 170 Kilowatt zur Wahl, während das Laden mit bis zu 183 Kilowatt vonstattengeht. Damit zielt Volkswagen klar auf die grosse Masse der Käuferinnen und Käufer, für die ein alltagstaugliches und bezahlbares Elektroauto entscheidender ist als jeder Rekordwert.

Hyundai und Cupra bringen neue Stromer

Auch die internationale Konkurrenz reist mit ehrgeizigen Plänen an. Hyundai bringt laut den Ankündigungen seine Elektromarke Ioniq nach China und zeigt in München gleich zwei Studien, eine Limousine mit dem Namen Venus und ein SUV namens Earth. Künftige Ioniq-Modelle sollen dabei nach Planeten benannt werden, was der Familie eine eigene Handschrift gibt.

Die zum Volkswagen-Konzern gehörende Marke Cupra feiert derweil die Weltpremiere des Raval, eines sportlichen elektrischen Stadtautos. Der Marktstart ist Berichten zufolge für den Sommer 2026 geplant, die Reichweite liegt bei rund 440 Kilometern. Von zehn auf achtzig Prozent soll sich die Batterie in etwa 23 bis 24 Minuten laden lassen.

Das Robotaxi rückt näher

Neben den klassischen Herstellern drängen auch Technologiefirmen auf die Bühne. Das Unternehmen Pony.ai stellt laut den Ankündigungen seine Plattform PonyWorld in einer neuen Version vor und startet in Zagreb den nach eigenen Angaben ersten kommerziellen Robotaxi-Dienst Europas, der ein Gebiet von rund 90 Quadratkilometern abdeckt.

Ähnliche Ambitionen zeigt der Volkswagen-Ableger Moia in den USA. Dort werden Berichten zufolge autonome Fahrzeuge auf Basis des ID. Buzz gemeinsam mit Uber in Los Angeles getestet. Erste kommerzielle Fahrten sind für Ende 2026 vorgesehen, und die Flotte soll danach auf mehr als hundert Fahrzeuge anwachsen.

Mehr als eine Automesse

Wer nach München reist, erlebt weit mehr als glänzende Neuwagen hinter Absperrungen. Auf kuratierten Routen können Besucherinnen und Besucher Elektroautos, E-Bikes und Lastenräder selbst ausprobieren, während der begleitende Gipfel Fachleute zu Batterien, autonomem Fahren und zur Kreislaufwirtschaft in der Produktion zusammenbringt.

Damit spiegelt die Messe den tiefen Umbruch der Branche wider. Es geht längst nicht mehr nur um Pferdestärken, sondern um Reichweiten, Ladegeschwindigkeiten, Software und die Frage, wer künftig überhaupt noch selbst am Steuer sitzt. München wird für vier Tage zu einem Schaufenster dessen, was in den kommenden Jahren auf die Strassen kommt.

Was das für die Schweiz bedeutet

Für Schweizer Autofahrerinnen und Autofahrer ist der Blick nach München alles andere als abstrakt. Viele der gezeigten Modelle werden bald auch hierzulande in den Schauräumen stehen, und gerade bezahlbare Elektroautos mit ordentlicher Reichweite treffen auf einen Markt, in dem der Anteil der Stromer seit Jahren stetig zunimmt.

Ob Rekordreichweiten, günstige Kleinwagen oder erste Robotaxis, die IAA Mobility 2026 liefert eine Momentaufnahme davon, wohin die Reise geht. Welche dieser Visionen sich am Ende wirklich durchsetzen, werden allerdings nicht die Messehallen entscheiden, sondern die Kundschaft auf den Strassen von Zürich, Bern und Genf.

1 responses
Lena Richter1 month ago

Verfolge München und das hilft.

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Lukas Brunner 2026-09-07 · 3 min read · 374 reads
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