2025 waren in der Schweiz 22,7 Prozent der neuen Autos rein elektrisch. Die Elektromobilität wächst weiter, bleibt aber deutlich hinter dem angestrebten Ziel zurück.
Die Elektromobilität gewinnt in der Schweiz weiter an Bedeutung, auch wenn der gesamte Automarkt zuletzt leicht rückläufig war. Neue Zahlen zeigen, wie sich das Verhältnis zwischen klassischen Verbrennern und elektrisch betriebenen Fahrzeugen im Jahr 2025 entwickelt hat. Dabei zeigt sich ein klarer Trend hin zu mehr Elektroautos, gleichzeitig aber auch, dass ehrgeizige Ziele noch nicht erreicht sind. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die wichtigsten Zahlen und Entwicklungen.
Ein leicht rückläufiger Markt

Zunächst ein Blick auf den Gesamtmarkt. Gemäss den veröffentlichten Angaben wurden im Jahr 2025 in der Schweiz insgesamt 232 602 Personenwagen neu zugelassen. Das entspricht einem Rückgang von rund 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Markt hat sich also leicht abgeschwächt, was verschiedene Gründe haben kann. Trotz dieses Rückgangs bei den Gesamtzahlen zeigt sich bei den Antriebsarten eine deutliche Verschiebung hin zu elektrischen Fahrzeugen.
Elektroautos legen zu
Besonders auffällig ist das Wachstum der reinen Elektroautos. Gemäss den veröffentlichten Angaben stieg der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge im Jahr 2025 auf 22,7 Prozent aller Neuwagen, ein Plus von 3,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos lag zudem 15,6 Prozent höher als im Jahr zuvor. Damit ist inzwischen fast jedes vierte neue Auto in der Schweiz ein reines Elektrofahrzeug, was eine deutliche Entwicklung darstellt.
Plug-in-Hybride im Aufwind
Nicht nur die reinen Elektroautos, auch die Plug-in-Hybride verzeichneten ein kräftiges Wachstum. Gemäss den veröffentlichten Angaben nahmen die Neuzulassungen dieser Fahrzeuge um 26,1 Prozent zu. Rechnet man reine Elektroautos und Plug-in-Hybride zusammen, so erreichten die an der Steckdose aufladbaren Fahrzeuge im Jahr 2025 einen kumulierten Anteil von 33,9 Prozent. Rund ein Drittel aller Neuwagen lässt sich somit zumindest teilweise elektrisch betreiben.
Das Ziel verfehlt
Trotz dieses Wachstums bleibt die Schweiz hinter ihren eigenen Vorgaben zurück. Gemäss den veröffentlichten Angaben liegt der Anteil von 33,9 Prozent deutlich unter dem Ziel, das die sogenannte Roadmap für Elektromobilität gesetzt hatte. Diese strebte einen Anteil von 50 Prozent aufladbarer Fahrzeuge an. Der Abstand zu diesem Wert zeigt, dass die Umstellung auf elektrische Mobilität zwar vorankommt, aber langsamer verläuft als ursprünglich erhofft und geplant.
Die beliebtesten Marken
Auch bei den Marken gibt es klare Favoriten. Gemäss Berichten führte Volkswagen den Schweizer Markt im Jahr 2025 mit rund 25 618 Neuzulassungen an, was einem Anteil von etwa 11 Prozent entspricht. Dahinter folgten weitere bekannte Hersteller wie Skoda und BMW. Diese Rangliste zeigt, dass etablierte Marken nach wie vor eine starke Stellung auf dem Schweizer Markt einnehmen, auch wenn sich das Angebot an elektrischen Modellen laufend erweitert.
Die meistverkauften Modelle
Ein Blick auf die einzelnen Modelle rundet das Bild ab. Gemäss Berichten war der VW Tiguan im Jahr 2025 das meistverkaufte Fahrzeug in der Schweiz. Direkt dahinter folgte das Tesla Model Y, ein rein elektrisches Auto, was die wachsende Bedeutung der Elektromobilität unterstreicht. Auch der VW Golf gehörte zu den beliebtesten Modellen. Die Mischung aus klassischen und elektrischen Bestsellern spiegelt den aktuellen Übergang im Markt gut wider.
Warum die Elektromobilität wächst
Für das anhaltende Wachstum der Elektromobilität gibt es mehrere Gründe. Das Angebot an elektrischen Modellen wird laufend grösser und vielfältiger, sodass für unterschiedliche Bedürfnisse passende Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für umweltfreundlichere Antriebe, und die Lade-Infrastruktur wird schrittweise ausgebaut. Diese Faktoren zusammen tragen dazu bei, dass sich immer mehr Menschen für ein elektrisch betriebenes Auto entscheiden.
Herausforderungen bleiben
Damit die Schweiz ihren Zielen näher kommt, sind jedoch weitere Anstrengungen nötig. Ein flächendeckendes und zuverlässiges Ladenetz gilt als eine der wichtigsten Voraussetzungen, um mehr Menschen vom Umstieg zu überzeugen. Auch Fragen rund um Reichweite, Preis und Alltagstauglichkeit spielen für viele Kaufinteressierte weiterhin eine grosse Rolle. Diese Herausforderungen zu meistern, wird entscheidend dafür sein, wie schnell die Elektromobilität künftig zunimmt.
Was es für Autofahrer bedeutet
Für Autofahrerinnen und Autofahrer bedeutet diese Entwicklung vor allem eine grössere Auswahl. Wer ein neues Fahrzeug sucht, findet heute deutlich mehr elektrische Optionen als noch vor wenigen Jahren. Vor dem Kauf lohnt es sich, die eigenen Fahrgewohnheiten, die Lademöglichkeiten zu Hause oder am Arbeitsplatz sowie die laufenden Kosten sorgfältig abzuwägen. So lässt sich das Fahrzeug finden, das am besten zum eigenen Alltag und Budget passt.
Ein Markt im Wandel
Insgesamt zeigt sich ein Markt, der sich klar im Wandel befindet. Der Verbrennungsmotor ist zwar noch längst nicht verschwunden, doch der Anteil elektrischer Fahrzeuge nimmt Jahr für Jahr zu. Verschiedene Antriebsarten existieren derzeit nebeneinander, was den Käuferinnen und Käufern viele Möglichkeiten eröffnet. Dieser Übergang dürfte die kommenden Jahre prägen und das Bild auf den Schweizer Strassen nach und nach spürbar verändern.
Ausblick
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Elektromobilität in der Schweiz 2025 weiter zugelegt hat, das gesteckte Ziel aber noch klar verfehlt wurde. Das solide Wachstum bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden zeigt, dass der Trend intakt ist. Ob die Schweiz ihren Rückstand aufholen kann, hängt stark vom weiteren Ausbau der Infrastruktur und vom Verhalten der Käufer ab. Die nächsten Jahre werden zeigen, wie schnell die Umstellung wirklich vorankommt.

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