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Die Vermessung des dunklen Universums: Was das Weltraumteleskop Euclid enthüllt CLIMATE · DE

Die Vermessung des dunklen Universums: Was das Weltraumteleskop Euclid enthüllt

Sophie Schröder Sophie Schröder sophieschroder.avalw.com · 803 reads Respect0 Save Share Read only
READS29live count PUBLISHED21 Sept2026 READING TIME3 min619 words LANGUAGEGerman
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Das Weltraumteleskop Euclid der ESA vermisst das dunkle Universum. Mit Aufnahmen von Millionen Galaxien, einer großen Datenfreigabe im Oktober 2026 und einer dreidimensionalen Karte der dunklen Materie geht es den Rätseln von dunkler Energie und Materie auf den Grund.

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Der allergrößte Teil unseres Universums besteht aus etwas, das wir bis zum heutigen Tag nicht wirklich verstehen und auch noch nie direkt gesehen haben. Um dieses tiefe Geheimnis nun endlich zu lüften, hat die europäische Weltraumbehörde ein ganz besonderes Teleskop ins All geschickt, das gerade damit beginnt, das sogenannte dunkle Universum in nie dagewesener Genauigkeit zu vermessen.

Ein Detektiv für das Dunkle

Im Mittelpunkt dieser ehrgeizigen Mission steht das Weltraumteleskop mit dem Namen Euclid. Laut der ESA, der Europäischen Weltraumorganisation, die diese Mission mit tatkräftiger Unterstützung der amerikanischen NASA leitet, besteht das erklärte Ziel darin, eine der größten offenen Fragen der gesamten modernen Wissenschaft zu beantworten.

Diese große Frage lautet, warum sich unser Universum immer schneller ausdehnt, anstatt mit der Zeit langsamer zu werden. Den Angaben zufolge nennen die Fachleute die geheimnisvolle Ursache hinter diesem erstaunlichen Phänomen dunkle Energie, und genau dieser rätselhaften Kraft ist das Teleskop nun mit aller Kraft auf der Spur.

Millionen von Galaxien

Ferne Galaxien und leuchtende Nebel bilden das Untersuchungsfeld von Euclid, das aus Millionen solcher Objekte das dunkle Universum kartiert.
Ferne Galaxien und leuchtende Nebel bilden das Untersuchungsfeld von Euclid, das aus Millionen solcher Objekte das dunkle Universum kartiert.

Um dieser unsichtbaren Kraft langsam näherzukommen, verfolgt Euclid einen ebenso einfachen wie gewaltigen Ansatz. Laut der ESA fertigt das Teleskop dafür gestochen scharfe Aufnahmen von Milliarden einzelner Galaxien an, um aus deren Verteilung und Form am Himmel wertvolle Rückschlüsse auf das Wirken der dunklen Energie ziehen zu können.

Schon jetzt sind die ersten Ergebnisse dieser aufwendigen Arbeit schlichtweg atemberaubend zu nennen. Wie berichtet, enthalten die bisherigen Aufnahmen des Teleskops bereits rund 26 Millionen Galaxien, wobei die am weitesten entfernten von ihnen ganze 10,5 Milliarden Lichtjahre von uns hier auf der Erde entfernt liegen.

Ein Blick zurück in die Zeit

Diese schier unvorstellbaren Entfernungen bedeuten zugleich auch eine Reise weit zurück in die ferne Vergangenheit des Kosmos. Den Angaben zufolge blicken die Forscherinnen und Forscher durch das Licht dieser weit entfernten Galaxien buchstäblich Milliarden von Jahren in die bewegte Geschichte des Universums zurück, bis in seine sehr frühe Zeit.

Das Teleskop selbst ist dabei noch gar nicht so lange im Einsatz, wie man es vielleicht vermuten würde. Wie berichtet, wurde Euclid erst im Juli des Jahres 2023 ins All gestartet und soll im Laufe seiner rund sechsjährigen Hauptmission noch weit mehr als 1,5 Milliarden einzelne Galaxien ganz genau beobachten und vermessen.

Die große Datenfreigabe

Für die nun kommende Zeit steht der Wissenschaft ein ganz besonderer Höhepunkt unmittelbar bevor. Laut der ESA soll im Oktober des Jahres 2026 der erste große Datensatz zur Kosmologie veröffentlicht werden, der ein deutlich größeres Gebiet des Himmels und zugleich mehrere besonders tiefe Beobachtungen umfassen wird.

Das schiere Ausmaß dieser neuen Veröffentlichung ist dabei kaum zu überschätzen. Den Angaben zufolge wird die kommende Datenfreigabe ein Himmelsgebiet abdecken, das ungefähr dreißig Mal größer ausfällt als jenes der bisherigen Freigabe, was den Forschenden eine wahre Flut an völlig neuen Erkenntnissen bescheren dürfte.

Eine Karte der dunklen Materie

Neben der dunklen Energie hat das Teleskop noch ein weiteres großes Geheimnis fest im Blick. Laut der ESA wird Euclid in den kommenden Jahren die nur minimal verzerrten Formen von Milliarden von Galaxien ganz genau vermessen, und zwar über einen enormen Zeitraum von rund zehn Milliarden Jahren kosmischer Geschichte hinweg.

Aus diesen unzähligen winzigen Verzerrungen lässt sich anschließend etwas wahrhaft Erstaunliches ableiten und rekonstruieren. Den Angaben zufolge entsteht auf genau diese Weise eine dreidimensionale Karte, welche die Verteilung der ebenfalls völlig unsichtbaren dunklen Materie in unserem Universum sichtbar und greifbar machen soll.

Ein Fenster in die Zukunft

Was Euclid in den nächsten Jahren zutage fördern wird, könnte unser gesamtes bisheriges Bild vom Kosmos nachhaltig verändern. Laut der ESA erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von den gesammelten Daten völlig neue Antworten auf uralte Fragen über die wahre Beschaffenheit und die ferne Zukunft unseres gesamten Universums.

Am Ende steht die Menschheit womöglich vor einem der größten Durchbrüche der modernen Astronomie überhaupt. Denn indem es geduldig das Dunkle vermisst, hilft dieses wahrhaft bemerkenswerte Teleskop dabei, ein wenig mehr Licht in die tiefsten und am längsten gehüteten Geheimnisse des unendlich weiten Weltalls zu bringen.

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Sophie Schröder 2026-09-21 · 3 min read · 29 reads
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