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Klimaforscher warnen vor zunehmenden Tropennächten in Europa

Klimaforscher warnen vor zunehmenden Tropennächten in Europa

Klimaforscher warnen vor den Gefahren sogenannter Tropennächte und sehen die Europäer schlecht darauf vorbereitet. Von einer Tropennacht spricht man, wenn die Lufttemperatur zwischen 18 Uhr und 6 Uhr nicht unter 20 Grad Celsius fällt. In Großbritannien ist die Wahrscheinlichkeit, im Juli drei aufeinanderfolgende Tropennächte zu erleben, laut Met Office von unter einem Prozent im vorindustriellen Klima auf etwa 20 Prozent pro Jahr gestiegen. Hohe Nachttemperaturen werden mit erhöhter Sterblichkeit in Verbindung gebracht.

Klimaforscher warnen vor den Gefahren sogenannter Tropennächte und sehen die Menschen in Europa schlecht auf dieses Phänomen vorbereitet. Vor dem Hintergrund der jüngsten Hitze rückt damit nicht nur die Belastung durch die Tageshitze in den Blick, sondern auch das, was nach Sonnenuntergang passiert, wenn die Temperaturen nicht ausreichend absinken.

Entscheidend ist dabei eine klare Schwelle. Von einer Tropennacht oder tropischen Nacht spricht man, wenn die Lufttemperatur auch nachts zwischen 18 Uhr und 6 Uhr morgens nicht unter 20 Grad Celsius fällt. Bleibt es über diese Stunden hinweg so warm, kühlt die Umgebung nicht in dem Maß ab, das viele Regionen früher gewohnt waren.

Das Phänomen breitet sich aus. Während einige Länder seit jeher an Tropennächte gewöhnt sind, verzeichnen inzwischen auch gewöhnlich kühlere Länder dieses Phänomen immer häufiger, insbesondere während Hitzewellen. Damit treffen die warmen Nächte zunehmend auf Gesellschaften und Gebäude, die für solche Bedingungen kaum ausgelegt sind.

Eine Untersuchung aus Großbritannien verdeutlicht das Ausmaß der Veränderung. Dort hat die Wahrscheinlichkeit, im Juli drei aufeinanderfolgende Tropennächte zu erleben, aufgrund des Klimawandels deutlich zugenommen, wie das britische Met Office feststellte. Im vorindustriellen Klima lag die Wahrscheinlichkeit für ein solches Ereignis bei unter einem Prozent im Jahr, inzwischen ist sie auf etwa 20 Prozent pro Jahr gestiegen.

Für den Körper sind die warmen Nächte mehr als nur unangenehm. In der Nacht reguliert der Körper normalerweise seine Kerntemperatur und erholt sich von der Hitze des Tages. Kann er das nicht mehr, weil es zu heiß bleibt, kann dies zu einer höheren Belastung des Herz-Kreislauf-Systems und zu Schlafstörungen führen, da die nötige nächtliche Erholung ausbleibt.

Die gesundheitlichen Folgen reichen noch weiter. Studien haben gezeigt, dass hohe Nachttemperaturen auch mit einer erhöhten Sterblichkeit in Verbindung stehen, insbesondere bei älteren Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Für die Forscher unterstreicht das die Notwendigkeit, sich besser auf eine Zukunft mit häufigeren Tropennächten einzustellen.

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