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Qatargate: Europäischer Haftbefehl gegen Ex-EU-Kommissar Avramopoulos

Qatargate: Europäischer Haftbefehl gegen Ex-EU-Kommissar Avramopoulos

Im Rahmen der Qatargate-Korruptionsaffäre ist ein europäischer Haftbefehl gegen den früheren EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos ergangen. Der Oberste Gerichtshof beantragte beim griechischen Parlament die Aufhebung seiner Immunität. Ihm werden Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung und Geldwäsche vorgeworfen. Avramopoulos weist die Vorwürfe zurück.

In der Qatargate-Korruptionsaffäre gerät der frühere griechische EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos zunehmend unter Druck. Im Rahmen der Ermittlungen ist ein europäischer Haftbefehl ergangen, und der Oberste Gerichtshof hat beim griechischen Parlament die Aufhebung der parlamentarischen Immunität des heutigen Abgeordneten beantragt. Damit rückt einer der prominentesten Namen der Affäre in den Fokus der Justiz.

Die Vorwürfe gegen ihn wiegen schwer. Avramopoulos wird die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung sowie die Geldwäsche von Erlösen aus kriminellen Aktivitäten zur Last gelegt. Es sind genau jene Anschuldigungen, die im Zentrum des gesamten Qatargate-Komplexes stehen und die das Vertrauen in die europäischen Institutionen erschüttert haben.

Konkret geht es um über 70.000 Euro, die Avramopoulos als Vorstandsmitglied von der Nichtregierungsorganisation Fight Impunity erhalten haben soll. Diese Zahlungen stehen im Mittelpunkt der Ermittlungen, denn sie verknüpfen den ehemaligen Kommissar direkt mit der Organisation, um die sich der Skandal dreht.

Bei Fight Impunity soll es sich nach dem Verdacht der Ermittler um eine Scheinorganisation gehandelt haben. Sie soll Europaparlamentarier geschmiert haben, um insbesondere im Auftrag Katars Einfluss auf die Entscheidungen des Europäischen Parlaments zu nehmen. Damit reiht sich der Fall in das mutmaßliche Geflecht aus Geld und politischer Einflussnahme ein, das Qatargate ausmacht.

Avramopoulos, der einst als EU-Kommissar für Migration und Inneres amtierte, weist die Vorwürfe zurück. Für ihn steht damit nicht nur ein laufendes Verfahren, sondern auch der Ruf eines früheren Spitzenpolitikers auf dem Spiel, der über Jahre hinweg an zentraler Stelle in Brüssel tätig war.

Trotz der Schwere der Anschuldigungen gibt sich Avramopoulos kooperativ. Er erklärte, er werde sich nicht auf seine parlamentarische Immunität berufen und mit der Justiz zusammenarbeiten. Das fragliche Geld habe er damals ordnungsgemäß deklariert und versteuert. Wie es weitergeht, hängt nun auch davon ab, wie das griechische Parlament über den Antrag zur Aufhebung seiner Immunität entscheidet.

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