2026 erreichen gleich mehrere Weltraummissionen wichtige Meilensteine, und Schweizer Universitäten spielen eine tragende Rolle. Von Exoplaneten über einen Asteroiden bis zum Planeten Merkur.
Für die Schweizer Weltraumforschung wird 2026 zu einem ganz besonderen Jahr. Gleich mehrere internationale Missionen erreichen wichtige Meilensteine, und bei vielen davon spielen Schweizer Universitäten eine tragende Rolle. Von fernen Exoplaneten bis zum Planeten Merkur reicht die Bandbreite der Projekte.
Besonders die Universitäten Bern und Genf stehen dabei im Rampenlicht. Sie sind an gleich mehreren Vorhaben massgeblich beteiligt und unterstreichen damit die Bedeutung der Schweiz in der internationalen Raumfahrt. Das kleine Land mischt in der grossen Welt der Weltraumforschung kräftig mit.
Plato jagt Exoplaneten

Eines der grössten Vorhaben ist die europäische Mission Plato. Das Weltraumteleskop soll gegen Ende 2026 mit einer Ariane-Rakete ins All starten. Sein Auftrag ist es, Exoplaneten in anderen Sonnensystemen aufzuspüren und deren Eigenschaften anschliessend genauer zu erforschen.
Für die Schweiz ist das gewissermassen ein Heimspiel. Die Universitäten Genf und Bern sind massgeblich an Plato beteiligt, ein Feld, in dem das Land traditionell besonders stark ist. Die Suche nach fremden Welten hat in der Schweiz eine lange und international angesehene Forschungsgeschichte.
Hera besucht einen Asteroiden
Ein weiteres Highlight ist die Mission Hera, die im November 2026 den Asteroiden Dimorphos erreichen soll. Sie ist eine Folgemission zur amerikanischen Dart-Mission, bei der vor einigen Jahren gezielt eine Sonde in genau diesen Asteroiden einschlug. Auch hier ist die Universität Bern mit an Bord.
Die Aufgabe von Hera ist es, die Auswirkungen dieses Einschlags aus der Nähe zu untersuchen. Die Erkenntnisse sind wichtig für die sogenannte Planetenverteidigung, also für die Frage, wie sich die Erde eines Tages vor gefährlichen Asteroiden schützen liesse. Es geht somit um weit mehr als reine Grundlagenforschung.
BepiColombo erreicht Merkur
Ebenfalls im November 2026 steht ein besonderer Moment bevor: Die Raumsonde BepiColombo erreicht nach rund acht Jahren im All die Umlaufbahn des Planeten Merkur. Die Universität Bern trägt die Verantwortung für gleich zwei Instrumente an Bord, ein Massenspektrometer namens Strofio und einen Laser-Höhenmesser namens Bela.
Ziel der Mission ist es, den innersten Planeten unseres Sonnensystems besser zu verstehen. Die Untersuchung von Merkur soll helfen, mehr über die Entstehung und die Ursprünge unseres gesamten Sonnensystems zu erfahren. Erst nach der Ankunft kann die eigentliche wissenschaftliche Arbeit richtig beginnen.
Die Schweiz als Weltraumnation
Diese Häufung von Missionen zeigt eindrücklich, welch grosse Rolle die Schweiz in der Weltraumforschung spielt. Obwohl das Land selbst keine eigene Rakete besitzt, liefert es hochpräzise Instrumente und wissenschaftliches Know-how, die in Projekten rund um den Globus stark gefragt sind.
Für die Schweizer Wissenschaft und Ausbildung ist das von grossem Wert. Junge Forscherinnen und Forscher können an echten Weltraummissionen mitarbeiten, und die Erfolge stärken den Ruf der Schweizer Hochschulen als international führende Zentren für Spitzenforschung im All.
Ein Blick nach vorne
Die kommenden Monate versprechen daher spannende Ergebnisse. Ob neue Erkenntnisse über ferne Planeten, über die Abwehr von Asteroiden oder über den geheimnisvollen Merkur, die Fülle an Daten dürfte die Forschung noch jahrelang beschäftigen und immer wieder für Überraschungen sorgen.
Insgesamt macht 2026 deutlich, dass die Schweiz weit über ihre Landesgrenzen hinausblickt, bis tief ins Weltall hinein. Die Beteiligung an gleich mehreren bedeutenden Missionen ist ein Beweis dafür, dass Schweizer Forschung auch in der Raumfahrt zur absoluten Weltspitze gehört.
Viel über Plato gelernt.
Wirklich nützlicher Beitrag über Plato.
Guter Kontext rund um Plato.
Ganz meine Meinung.

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