Deutsche Sparkassen und Genossenschaftsbanken bringen den Handel mit Kryptowährungen direkt in ihre Apps. Bis zu 80 Millionen Kunden sollen so einen regulierten Zugang zu Bitcoin und Ethereum erhalten.
Der Handel mit Kryptowährungen rückt in Deutschland ein großes Stück näher an den Alltag der ganz gewöhnlichen Bankkunden heran. Was lange Zeit spezialisierten Handelsplattformen vorbehalten war, findet nun seinen Weg direkt in die vertrauten Apps der klassischen Hausbanken.
Sowohl die Sparkassen als auch die Genossenschaftsbanken bereiten derzeit entsprechende Angebote vor. Damit vollzieht sich in der breiten deutschen Bankenlandschaft eine bemerkenswerte Wende im Umgang mit digitalen Vermögenswerten wie Bitcoin und anderen Kryptowährungen.
Die Genossenschaftsbanken machen den Anfang
Den ersten konkreten Schritt gehen die Volksbanken und Raiffeisenbanken. Laut den vorliegenden Informationen ging die Plattform mit dem Namen meinKrypto bereits im Januar 2026 in der VR Banking App an den Start und öffnete damit die Tür für den Kryptohandel im genossenschaftlichen Sektor.
Koordiniert wird dieses Angebot von zentraler Stelle aus. Laut den Angaben übernimmt die DZ Bank die Rolle des Koordinators, nachdem sie Ende Dezember 2025 die entsprechende Zulassung der Finanzaufsicht BaFin erhalten hatte, was die rechtliche Grundlage für den Start überhaupt erst schuf.
Welche Kryptowährungen handelbar sind
Das Angebot der Genossenschaftsbanken umfasst mehrere bekannte digitale Währungen. Laut den Informationen können die Kundinnen und Kunden über die Plattform Bitcoin, Ethereum, Litecoin sowie Cardano handeln, womit ein breites Spektrum der etablierten Kryptowährungen abgedeckt wird.
Die Reichweite dieses Angebots ist beträchtlich und geht weit über eine Nische hinaus. Laut den Angaben stehen dahinter rund dreißig Millionen Kunden, und mehr als ein Drittel der etwa siebenhundert angeschlossenen Genossenschaftsbanken plant, den Handel in den kommenden Monaten ebenfalls anzubieten.
Verwahrung und Abwicklung im Hintergrund
Hinter dem eigentlichen Handel steht eine technische Infrastruktur, die den gesamten Ablauf absichert. Laut den Informationen übernimmt die Börse Stuttgart Digital die Verwahrung der digitalen Vermögenswerte, während die eigentliche Ausführung der Orders bei der EUWAX AG angesiedelt ist.
Diese klare Aufteilung sorgt für eindeutige Zuständigkeiten im gesamten Prozess. Für die Kundinnen und Kunden bedeutet dies, dass Kauf, Verkauf und Aufbewahrung der Kryptowährungen innerhalb eines festen und geregelten Rahmens ablaufen, ohne dass ein Wechsel zu einer externen Plattform nötig wird.
Die Sparkassen ziehen nach
Auch der große Sparkassenverbund bereitet den Einstieg in den Kryptohandel vor. Laut den Angaben übernimmt hier die DekaBank die koordinierende Rolle, wobei der Start im weiteren Verlauf des Jahres 2026 erfolgen und in gestaffelter Form über die einzelnen Institute ausgerollt werden soll.
Das Angebot der Sparkassen fällt zum Auftakt etwas schmaler aus als jenes der Genossenschaftsbanken. Laut den Informationen sollen die Kunden zunächst Bitcoin und Ethereum handeln können, während der potenzielle Kundenkreis mit rund fünfzig Millionen Menschen ausgesprochen groß ausfällt.
Ein bewusst zurückhaltender Vertrieb
Bei der Vermarktung ihres Angebots setzen die Sparkassen auf spürbare Zurückhaltung. Laut den Angaben erfolgt der Handel beratungsfrei und ohne aktive Bewerbung, und die Kunden werden dabei ausdrücklich auf das Risiko eines möglichen Totalverlusts ihres eingesetzten Kapitals hingewiesen.
Diese vorsichtige Haltung unterstreicht den besonderen Charakter des gesamten Vorhabens. Die Institute stellen den Zugang zwar bereit, überlassen die Entscheidung über ein mögliches Investment jedoch bewusst den Kunden selbst und vermeiden es, den Handel mit Kryptowährungen aktiv zu empfehlen.
Bis zu achtzig Millionen Kunden

Zusammengenommen erreichen die beiden großen Bankengruppen eine enorme Zahl an Menschen. Laut den Informationen könnten auf diese Weise bis zu achtzig Millionen Kundenbeziehungen in Deutschland einen regulierten Zugang zum Handel mit Kryptowährungen erhalten, was die Tragweite dieses Schrittes verdeutlicht.
Möglich wird dieser breit angelegte Vorstoß erst durch einen einheitlichen rechtlichen Rahmen. Laut den Angaben bildet die europäische Verordnung MiCAR die Grundlage für die neuen Angebote, wodurch der Handel mit Kryptowährungen bei den deutschen Hausbanken auf ein klar reguliertes Fundament gestellt wird.
Volksbanken: klar und gut erklärt.

Keep following Hannah FischerHer next filing reaches you the moment it publishes, on her own subdomain.
Follow