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Rekordjahr für Österreichs Tourismus: 157 Millionen Nächtigungen und ein Wirtschaftsmotor BUSINESS · AT

Rekordjahr für Österreichs Tourismus: 157 Millionen Nächtigungen und ein Wirtschaftsmotor

Jonas Richter Jonas Richter jonasrichter.avalw.com · 1.2k reads Respect0 Save Share Read only
READS567live count PUBLISHED5 Sept2026 READING TIME3 min585 words LANGUAGEGerman
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Der österreichische Tourismus erreichte 2025 mit rund 157,27 Millionen Nächtigungen und 48,17 Millionen Ankünften einen neuen Höchststand. Mit rund 6,5 Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt und mehr als 220.000 Beschäftigten bleibt die Branche eine tragende Säule der heimischen Wirtschaft.

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Der Tourismus zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen Österreichs. Mit seinen Alpen, Seen und historischen Städten zieht das Land Jahr für Jahr Millionen Gäste an, und die jüngsten Zahlen zeigen, dass die Branche nach schwierigen Jahren wieder zu einer wichtigen Stütze der heimischen Wirtschaft geworden ist.

In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf das jüngste Rekordjahr im österreichischen Tourismus, auf die wirtschaftliche Bedeutung der Branche, auf die Rolle internationaler Gäste sowie auf die Unterschiede zwischen Winter und Sommer und die Herausforderungen, die vor der Branche liegen.

Ein Rekordjahr für den Tourismus

Das Jahr 2025 war für den österreichischen Tourismus ein Rekordjahr. Nach Angaben der Statistik Austria wurden rund 157,27 Millionen Nächtigungen gezählt, was einem Anstieg von etwa 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zugleich stieg die Zahl der Ankünfte auf rund 48,17 Millionen.

Die Zahl der Ankünfte legte mit rund 3,1 Prozent sogar noch stärker zu als jene der Nächtigungen. Diese Entwicklung zeigt, dass das Vertrauen der Reisenden in Österreich als Urlaubsziel weiter gewachsen ist und die Branche nach den Rückschlägen der vergangenen Jahre wieder deutlich an Schwung gewonnen hat.

Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor

Der Tourismus ist für Österreich weit mehr als nur ein Freizeitthema, er ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Nach dem sogenannten Tourismus-Satellitenkonto trug die Branche im Jahr 2025 rund 6,5 Prozent zur gesamten Wirtschaftsleistung des Landes bei und sichert damit einen bedeutenden Teil der Wertschöpfung.

Betrachtet man allein die direkte Wertschöpfung, so liegt der Anteil des Tourismus bei etwa 4,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Darüber hinaus bietet die Branche mehr als 220.000 Menschen Arbeit und ist somit auch ein wichtiger Arbeitgeber, besonders in ländlichen und alpinen Regionen des Landes.

Internationale Gäste

Ein großer Teil der Gäste kommt aus dem Ausland. Rund 74,3 Prozent aller Nächtigungen entfielen im Jahr 2025 auf internationale Besucherinnen und Besucher, was die starke Anziehungskraft Österreichs über die Landesgrenzen hinaus verdeutlicht und die internationale Ausrichtung der Branche unterstreicht.

Mit Abstand wichtigster Herkunftsmarkt bleibt Deutschland, auf das allein rund 58,55 Millionen Nächtigungen entfielen. Mit deutlichem Abstand folgten die Niederlande mit etwa 11,26 Millionen Nächtigungen, während auch Gäste aus der Schweiz und weiteren Ländern einen wichtigen Beitrag leisteten.

Der Westen als Zugpferd

Die alpinen Regionen mit ihren Winterlandschaften zählen zu den beliebtesten Reisezielen Österreichs. Illustration.
Die alpinen Regionen mit ihren Winterlandschaften zählen zu den beliebtesten Reisezielen Österreichs. Illustration.

Regional betrachtet sind vor allem die westlichen Bundesländer die großen Zugpferde des österreichischen Tourismus. Tirol und Salzburg kamen im Jahr 2025 gemeinsam auf rund 80,92 Millionen Nächtigungen und damit auf mehr als die Hälfte aller im Land verzeichneten Übernachtungen.

Dabei legte Tirol um etwa 1,7 Prozent zu, während Salzburg mit rund 2,4 Prozent ein noch etwas stärkeres Wachstum verzeichnete. Diese Regionen profitieren besonders vom Wintertourismus, denn ihre Skigebiete und Alpenlandschaften zählen zu den bekanntesten und beliebtesten Zielen des ganzen Landes.

Wien und der Städtetourismus

Neben den alpinen Regionen gewinnt auch der Städtetourismus zunehmend an Bedeutung. Die Bundeshauptstadt Wien überschritt im Jahr 2025 erstmals die Marke von 20 Millionen Nächtigungen und kam auf rund 20,09 Millionen, was ihre wachsende Rolle als internationales Reiseziel eindrucksvoll unterstreicht.

Insgesamt entfielen auf Wien und die Landeshauptstädte gemeinsam rund 29,05 Millionen Nächtigungen, ein Plus von etwa 5,7 Prozent. Damit zeigt sich, dass sowohl der klassische Natur- und Alpentourismus als auch der urbane Kultur- und Städtetourismus in Österreich gleichermaßen an Fahrt gewinnen.

Winter, Sommer und die Ausgaben der Gäste

Auch bei den Ausgaben zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Jahreszeiten. In der Wintersaison 2024/2025 gaben Gäste im Schnitt rund 238 Euro pro Person und Nacht aus, während es in der Sommersaison 2025 etwa 193 Euro waren, was die wirtschaftliche Bedeutung des Wintertourismus zusätzlich hervorhebt.

Herausforderungen und Ausblick

Trotz der guten Zahlen steht die Branche vor Herausforderungen, etwa steigenden Kosten, dem Fachkräftemangel und der Notwendigkeit eines nachhaltigeren Tourismus. Dennoch bleibt der Tourismus eine tragende Säule der österreichischen Wirtschaft, deren Bedeutung für Wertschöpfung und Beschäftigung kaum zu überschätzen ist.

3 responses
Jan Hoffmann1 month ago

Guter Kontext rund um Wirtschaft.

3
Julia Krüger2 months ago

Solide Einschätzung zu Wirtschaft.

3
Marie Hofmann1 month ago

Treffend.

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Jonas Richter 2026-09-05 · 3 min read · 567 reads
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