Zum ersten Mal seit 2002 werden die Euro-Banknoten neu gestaltet. 2026 stellte die EZB zwei Themen zur Auswahl und startete eine öffentliche Umfrage. Ein Überblick über die Entwürfe, den Zeitplan und die Bedeutung für Österreich.
Zum ersten Mal seit ihrer Einführung im Jahr 2002 sollen die Euro-Banknoten ein völlig neues Gesicht bekommen. Die Europäische Zentralbank arbeitet an einer umfassenden Neugestaltung, die das vertraute Bargeld in den kommenden Jahren spürbar verändern könnte.
Im Jahr 2026 hat dieser Prozess eine entscheidende Phase erreicht. Berichten zufolge stellte die EZB die engere Auswahl der Entwürfe vor und lud die Menschen in Europa ein, ihre Meinung dazu abzugeben, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.
Die erste große Neugestaltung
Laut Berichten handelt es sich um die erste vollständige Neugestaltung der Euro-Banknoten seit ihrer Ausgabe im Jahr 2002. Am 23. Juli 2026 präsentierte die EZB die in die engere Wahl gekommenen Vorschläge und startete gleichzeitig eine öffentliche Umfrage.
Zwei Themen zur Auswahl
Berichten zufolge stehen zwei mögliche Themen zur Auswahl. Das eine trägt den Titel Europäische Kultur, das andere Flüsse und Vögel. Beide Ansätze verfolgen sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, was die gemeinsame Währung eigentlich symbolisieren soll.
Das Thema Europäische Kultur
Das Thema Europäische Kultur rückt bedeutende Persönlichkeiten und gemeinsame kulturelle Räume in den Mittelpunkt. Neben Porträts sind laut Berichten Szenen wie Bibliotheken, Museen, Schulen und öffentliche Plätze vorgesehen, die das kulturelle Leben Europas widerspiegeln.
Bei den Porträts werden laut Berichten unter anderem Maria Callas für den Fünf-Euro-Schein, Ludwig van Beethoven für den Zehner und Marie Curie für den Zwanziger genannt. Für höhere Werte sind Miguel de Cervantes, Leonardo da Vinci sowie die Österreicherin Bertha von Suttner im Gespräch.
Das Thema Flüsse und Vögel

Der zweite Entwurf setzt auf die Natur. Berichten zufolge sollen Flüsse und Vögel im Mittelpunkt stehen, da sie keine Grenzen kennen und für Freiheit, Vielfalt sowie die Verbundenheit der Menschen mit der Natur stehen sollen. Ergänzt wird dies durch europäische Institutionen.
Jede Stückelung würde in diesem Fall einen anderen Vogel zeigen. Laut Berichten sind unter anderem der Mauerläufer, der Eisvogel, der Bienenfresser, der Weißstorch, der Säbelschnäbler und der Basstölpel vorgesehen, jeweils verbunden mit europäischen Fluss- und Küstenlandschaften.
Die Bürger entscheiden mit
Eine Besonderheit des Prozesses ist die Beteiligung der Öffentlichkeit. Berichten zufolge können alle Menschen in Europa über eine Online-Umfrage ihre Vorlieben mitteilen. Diese Umfrage läuft noch bis zum 21. September 2026 und soll in die weitere Entscheidung einfließen.
Die zur Auswahl stehenden Entwürfe sind das Ergebnis eines europaweiten Wettbewerbs. Laut Berichten wurden aus mehr als 1.200 Einreichungen von Grafikdesignern zehn Vorschläge in die engere Wahl aufgenommen, die nun einander gegenüberstehen.
Wie es weitergeht
Die endgültige Entscheidung liegt bei der EZB. Berichten zufolge will der EZB-Rat gegen Ende des Jahres 2026 über das Thema entscheiden. Die neuen Scheine sollen jedoch erst in den Folgejahren tatsächlich in Umlauf kommen, nach weiteren Entwicklungs- und Testphasen.
Für die Menschen im Alltag ändert sich vorerst nichts. Laut Berichten bleiben die bisherigen Banknoten weiterhin gültig und zirkulieren neben den neuen Scheinen, sodass ein abrupter Wechsel des Bargelds nicht zu erwarten ist.
Bedeutung für Österreich
Auch für Österreich hat das Thema eine besondere Note. Mit Bertha von Suttner, der ersten Frau, die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, findet sich eine bedeutende österreichische Persönlichkeit unter den möglichen Motiven des Kulturentwurfs.
Fazit
Insgesamt steht der Euro vor einer symbolträchtigen Veränderung. Ob am Ende Persönlichkeiten der Kultur oder die Vielfalt der Natur die Scheine zieren, entscheidet sich in den kommenden Monaten, unter Beteiligung von Millionen Europäerinnen und Europäern.
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