Im ersten Halbjahr 2026 deckten erneuerbare Energien 58 Prozent des deutschen Stromverbrauchs, ein neuer Rekord. Solar und Wind treiben die Energiewende weiter voran.
Die Energiewende in Deutschland macht sichtbare Fortschritte. Im ersten Halbjahr 2026 haben erneuerbare Energien so viel zum Stromverbrauch beigetragen wie nie zuvor in einem solchen Zeitraum. Sonne und Wind treiben den Wandel des Energiesystems immer stärker voran.
Ein neuer Rekord bei der Ökostromquote

Nach Berechnungen des BDEW und des ZSW deckten erneuerbare Energien in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 rund 58 Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Das ist ein neuer Rekordwert für ein erstes Halbjahr in Deutschland.
Der Vergleich mit den Vorjahren zeigt den anhaltenden Trend deutlich. Im ersten Halbjahr 2025 lag die Quote bei 55,2 Prozent, im ersten Halbjahr 2024 waren es 57 Prozent. Der Anteil des grünen Stroms steigt damit weiter kontinuierlich an.
Über 150 Milliarden Kilowattstunden
In absoluten Zahlen erzeugten die erneuerbaren Energien zwischen Januar und Juni 2026 insgesamt 152,2 Milliarden Kilowattstunden Strom. Diese Menge verdeutlicht, welche zentrale Rolle die grünen Energieträger inzwischen im deutschen Strommix spielen.
Die verschiedenen Quellen tragen dabei unterschiedlich stark bei. Die Windkraft an Land ist mit 52,9 Milliarden Kilowattstunden und einem Anteil von 20,1 Prozent der wichtigste Pfeiler der klimafreundlichen Stromerzeugung im Land.
Solarenergie holt kräftig auf
Dicht dahinter folgt die Photovoltaik, die 52,4 Milliarden Kilowattstunden und damit 19,9 Prozent beisteuerte. Die Windkraft auf See kam auf 15,0 Milliarden Kilowattstunden, während Biomasse und Wasserkraft die Bilanz zusätzlich ergänzten.
Auch beim Zubau zeigt sich die Dynamik der Solarenergie. Mit einem Bruttozubau von 8,3 Gigawatt wurde der Wert des Vorjahreszeitraums von 7,8 Gigawatt noch einmal übertroffen, ein deutliches Zeichen für den anhaltenden Solarboom im Land.
Windkraft auf dem Vormarsch
Die Windenergie an Land legte ebenfalls zu. Im ersten Halbjahr wurden 2,5 Gigawatt neu gebaut, nach 2,2 Gigawatt im Vorjahreszeitraum, was bei der Erzeugung einem Zuwachs von rund sieben Prozent entspricht.
Besonders stark entwickelte sich die Windkraft auf See. Der Zubau lag in den ersten sechs Monaten bei 0,9 Gigawatt, während es im gesamten Jahr 2025 nur 0,5 Gigawatt gewesen waren. Die Erzeugung stieg hier um mehr als 28 Prozent.
Nicht alle Quellen wachsen
Nicht überall verlief die Entwicklung positiv. Die Wasserkraft verzeichnete im ersten Halbjahr einen Rückgang der Erzeugung um 7,7 Prozent, was vor allem auf schwankende Wetterbedingungen und geringere Niederschlagsmengen zurückzuführen ist.
Ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz
Der wachsende Anteil erneuerbarer Energien ist ein zentraler Baustein für die Klimaziele Deutschlands. Je mehr Strom aus Sonne, Wind und Wasser stammt, desto weniger fossile Brennstoffe müssen für die Stromerzeugung eingesetzt werden.
Der Weg bleibt anspruchsvoll
Trotz der Rekordzahlen bleibt der weitere Ausbau eine große Aufgabe. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen Netze, Speicher und Genehmigungsverfahren mit dem rasanten Wachstum von Sonnen und Windenergie Schritt halten, damit der grüne Strom auch dort ankommt, wo er gebraucht wird.
Ausgewogene Sicht auf Solar.
Absolut.

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